Dein Fischereischein für Niedersachsen!

Ihren Fischereischein in Niedersachsen machen – alles was Sie wissen müssen

Ihr Fischereischein für Berlin – So klappt es schnell und einfach Du liest Ihren Fischereischein in Niedersachsen machen – alles was Sie wissen müssen 17 Minuten Weiter Der Fischereischein in Thüringen: Ihr Wegweiser durch die Prüfung

Flaches Land und die Städte Braunschweig und Hannover – ist das alles, was Niedersachsen zu bieten hat? Weit gefehlt. Mit der Nordseeküste im Nordwesten, den grossen Flüssen Elbe, Weser und Ems sowie Gewässern wie dem Dümmer See ist dieses Bundesland für Angler deutlich interessanter als sein Ruf vermuten lässt.

Dieser Artikel erklärt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie in Niedersachsen einen Fischereischein erlangen: Welche Voraussetzungen gelten, welche Unterlagen Sie benötigen und wie Sie sich optimal auf die Fischereiprüfung vorbereiten. Eine kompakte Übersicht aller wichtigsten Informationen zum Fischereischein in Niedersachsen finden Sie in der nachfolgenden Tabelle. Die ausführlichen Details folgen im Fliesstext.

Das Wichtigste in Kürze:

Zuständiger Landesverband

Anglerverband Niedersachsen

Gibt es einen Unterschied zwischen Fischereischein und Fischereierlaubnisschein?

Der Fischereischein belegt die persönliche Sachkunde gemäss den landesrechtlichen Vorschriften und wird üblicherweise durch das Bestehen der Fischerprüfung erworben. Ein Fischereierlaubnisschein ist dagegen die Genehmigung, an einem konkreten Gewässer oder Gewässerabschnitt angeln zu dürfen. Der Fischereischein ist in aller Regel die Voraussetzung für den Fischereierlaubnisschein. Wer in Deutschland angeln möchte, benötigt an fast allen Gewässern beide Dokumente.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um an der Fischerprüfung in Niedersachsen teilnehmen zu können?

Mindestalter: Teilnahme ab 12 Jahren, Ausstellung des Scheins ab 14 Jahren

Prüfungsgebühr

Zertifikat über die Teilnahme an einem Lehrgang

Reisepass oder Personalausweis

Kugelschreiber mit blauer oder schwarzer Tinte

Gibt es eine Sonderregelung für Menschen mit Behinderung?

In Niedersachsen existieren keine gesonderten Regelungen für Menschen mit Behinderung.

Gibt es in Niedersachsen einen Jugendfischereischein?

Nein. Jugendliche unter 14 Jahren dürfen jedoch in Begleitung eines Fischereischeininhabers mitangeln.

Wo meldet man sich für die Fischerprüfung an?

Die Anmeldung läuft über den Anglerverband Niedersachsen.

Ist es möglich, sich für die Fischerprüfung an einem anderen Ort als am Wohnort anzumelden?

Personen mit Hauptwohnsitz in Niedersachsen können die Fischerprüfung grundsätzlich in jedem Bundesland ablegen.

Wo und wann findet die Prüfung statt? Was benötigt man am Prüfungstag?

Alle Termine und Prüfungsorte sind auf der Homepage des Anglerverbands Niedersachsen unter https://www.av-nds.de/angler-werden/fischerpruefung-termine/ aufgelistet.

Am Prüfungstag müssen Personalausweis oder Reisepass, ein Kugelschreiber mit blauer oder schwarzer Tinte sowie die Einladung zur Fischerprüfung mitgebracht werden.

Wie häufig findet die Fischerprüfung statt?

Das variiert je nach Prüfungsort erheblich. In Beverstedt OT Wollingst wird die Prüfung beispielsweise nur alle zwei Monate angeboten, in Hannover hingegen dreimal pro Monat. Grundbedingung ist stets eine Mindestteilnehmerzahl von 20 Personen.

Sind Vorbereitungskurse für die Fischerprüfung in Niedersachsen verpflichtend?

Nein, ein vorheriger Kursbesuch ist nicht vorgeschrieben. Gerade für Einsteigerinnen und Einsteiger im Angelsport erhöht ein Vorbereitungskurs die Bestehenswahrscheinlichkeit aber erheblich.

Wie lange ist der Fischereischein in Niedersachsen gültig?

Der Fischereischein in Niedersachsen gilt auf Lebenszeit. Eine Verlängerung ist ebenso wenig nötig wie das Entrichten weiterer Abgaben.

Besteht in Niedersachsen die Möglichkeit, auch ohne Fischereischein zu angeln?

Ja. An bestimmten Küstengewässern ist das Angeln ohne Fischereischein ab 14 Jahren gestattet. Gleiches gilt für gewerbliche Forellenseen, sofern dauerhaft Personal vor Ort ist, das das tierschutzgerechte Abhaken, Betäuben und Töten der Fische übernimmt.

Wie ist die Fischereiprüfung in Niedersachsen aufgebaut? Was sind die Prüfungsinhalte?

Die Fischerprüfung gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Im theoretischen Teil werden im Multiple-Choice-Verfahren aus einem Pool von 360 Fragen insgesamt 60 Fragen gestellt – je 10 aus sechs Themengebieten. Zur Beantwortung stehen 60 Minuten zur Verfügung. Zum Bestehen sind mindestens 45 Gesamtpunkte erforderlich, wobei aus jedem Themengebiet mindestens 6 Fragen korrekt beantwortet sein müssen.

Die sechs Themengebiete sind:

  1. Allgemeine Fischkunde
  2. Spezielle Fischkunde
  3. Gewässerkunde
  4. Gerätekunde (Theorie)
  5. Natur-, Tier- und Umweltschutz
  6. Gesetzeskunde

Im praktischen Teil müssen drei Fischbilder korrekt benannt werden. Ausserdem ist an einem Gummifisch der waidgerechte Umgang nachzuweisen. Abschliessend kann der Prüfer ein bis drei mündliche Zusatzfragen aus den sechs Themenbereichen stellen. Die Prüfungskommission fällt dann die Entscheidung über das Bestehen.

Welche Kosten sind für den Angelschein in Niedersachsen zu erwarten?

Für die Vorbereitungskurse bestehen in Niedersachsen erhebliche Preisunterschiede, insbesondere zwischen Präsenz- und Onlineangeboten. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte direkt den jeweiligen Anbietern.

Für die Prüfung selbst wird eine Gebühr an den Anglerverband Niedersachsen fällig.

Nach bestandener Prüfung beantragen Sie den lebenslangen Fischereischein bei der zuständigen Gemeinde oder Stadt gegen eine weitere Gebühr.

Inhaltsverzeichnis:
I.) Angeln in Niedersachsen

a.) Angeln im wasserreichen Norden

b.) Fischereischein und Fischereierlaubnisschein

II.) Der Fischereischein in Niedersachsen

a.) Voraussetzungen für die Fischerprüfung

b.) Anmeldung für die Fischereiprüfung

c.) Ablauf und Inhalt der Fischereiprüfung

(1) Ablauf der Fischereiprüfung?

(2) Was genau wird in der Theoretischen Prüfung verlangt?

(3) Was genau wird in der Praktischen Prüfung verlangt?

d.) Prüfungsvorbereitung

(1) Wie bereitet man sich am besten vor?

(2) Online-Angelschule: Angelschein vom Sofa aus?

(3) Was kosten Vorbereitungslehrgänge für die Fischereiprüfung?

(4) Was lernt man bei (Online-) Angelschulen?

e.) Wie erhält man seinen Fischereischein nach bestandener Prüfung?

III.) Erwerb von Fischereierlaubnisscheinen
IV.) Angeln ohne Fischereischein - Bussgelder
Lüneburger HeideLüneburger Heide

I.) Angeln in Niedersachsen

a.) Angeln im wasserreichen Norden

Niedersachsen gehört zu den abwechslungsreichsten Angelregionen Deutschlands. Nordseeküste, die Grossflüsse Elbe, Weser und Ems, zahlreiche Kanäle und Gräben sowie stehende Gewässer vom kleinen Dorfteich bis hin zum Steinhuder Meer – dieses Bundesland lässt kaum Wünsche offen. Nahezu jede Anglergruppe findet hier geeignete Reviere für ihren Lieblingszielfisch.

Ein besonderes Merkmal Niedersachsens ist die Regelung, dass an der Küste ohne Fischereischein geangelt werden darf. Wer jedoch an Binnengewässern auf Fischfang gehen möchte, sollte sich vorab gründlich informieren. Viele Gewässer sind verpachtet, und der Pächter stellt Erlaubnisscheine in aller Regel nur gegen Vorlage eines Fischereischeins aus.

An Süssgewässern im Inland sind also – wie in den meisten Bundesländern – zwei Dokumente erforderlich:

  • der Fischereischein, den Sie durch das Bestehen einer staatlichen Prüfung erwerben
  • ein Erlaubnisschein für das konkrete Gewässer, an dem Sie angeln möchten (in der Regel käuflich erhältlich)
b.) Fischereischein und Fischereierlaubnisschein

Wer in Niedersachsen an Binnengewässern angeln möchte, benötigt zunächst den Fischereischein – im Volksmund auch als Angelschein bekannt. Dieses Dokument belegt Ihre persönliche Sachkunde und wird erst nach dem Bestehen einer Fischerprüfung ausgestellt. Manche empfinden diesen Umweg als bürokratisch, doch die Prüfungspflicht hat handfeste Gründe.

Argumente für den prüfungsgebundenen Fischereischein:

  • Mindestmasse, Schonzeiten und der Schutz seltener Fischarten greifen nur dann, wenn Angelnde diese Arten zuverlässig erkennen und unterscheiden können.
  • Grundkenntnisse der Gewässerkunde helfen dabei, drohende Fischsterben, Fischkrankheiten und weitere Umweltgefährdungen frühzeitig zu erkennen und zu melden.
  • Ein solides Basiswissen erleichtert den Einstieg in den Angelsport und führt schneller zu ersten Fangerfolgen.
  • Der waidgerechte Umgang mit gefangenen Fischen wird systematisch erlernt.

Fischereischein vs. Fischereierlaubnisschein

Die beiden Begriffe klingen ähnlich, bezeichnen aber grundlegend verschiedene Dinge:

  • Der Fischereischein (auch „Angelschein") ist der staatlich anerkannte Nachweis Ihrer persönlichen Sachkunde. Sie erwerben ihn durch das Bestehen der Fischereiprüfung, in der Sie belegen, dass Sie die gesetzlichen Vorgaben und Verhaltensregeln kennen und anwenden können.
  • Der Fischereierlaubnisschein (auch Fischereilizenz, Angelkarte oder Gewässerschein genannt) ist die privatrechtliche Genehmigung einer bestimmten Person, an einem spezifischen Gewässer oder Gewässerabschnitt angeln zu dürfen.

Um einen Fischereierlaubnisschein zu erhalten, müssen Sie in der Regel den Fischereischein vorweisen – egal ob Sie sich direkt an den Pächter wenden, den Schein im Angelgeschäft kaufen oder eine Onlineplattform wie Hejfish nutzen.

Niedersachsen bildet insofern eine Ausnahme, als an der Küste weder Fischereischein noch Fischereierlaubnisschein vorgeschrieben sind. Auch für kommerzielle Forellenseen gilt eine Befreiung von der Fischereischeinpflicht, sofern dauerhaft ein Mitarbeiter anwesend ist, der für eine waidgerechte Behandlung der gefangenen Fische sorgt. Für Binnengewässer gilt diese Ausnahme nicht – hier ist der Fischereischein stets Grundvoraussetzung für den Erwerb eines Erlaubnisscheins.

Wichtig! Zwischen dem Angeln ohne Fischereischein und dem Angeln ohne Fischereierlaubnisschein besteht ein erheblicher rechtlicher Unterschied. Das Angeln ohne Fischereischein gilt als Ordnungswidrigkeit und kann in Niedersachsen mit empfindlichen Bussgeldern geahndet werden. Das Angeln an einem Gewässer ohne Fischereierlaubnisschein – also ohne Genehmigung des Eigentümers oder Pächters – erfüllt den Straftatbestand der Fischwilderei (§ 293 StGB) und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden.

Hotspot!

II.) Der Fischereischein in Niedersachsen

(Prüfungsvoraussetzungen, Prüfungsanmeldung, Fischereiprüfung, Prüfungsvorbereitung, Beantragung des Fischereischeins, Erwerb von Fischereierlaubnisscheinen)

In nahezu allen deutschen Bundesländern* schreibt das Landesrecht vor, dass zum Angeln ein Fischereischein benötigt wird. Wer in Deutschland mit der Angel ans Wasser möchte, kommt am Fischereischein also kaum vorbei.

*In Niedersachsen ist das formal zwar nicht der Fall, in der Praxis stellen Fischereirechtsinhaber (Eigentümer und Pächter) ihre Erlaubnisscheine jedoch ausschliesslich an Personen mit gültigem Fischereischein aus.

Wer die Prüfung in Niedersachsen ablegen möchte, muss nachweisen, dass er sich mit Fischen, Gewässern, Gerätekunde und den einschlägigen Fischereigesetzen auskennt. Für die Zulassung gelten einige Voraussetzungen.

a.) Voraussetzungen für die Fischereiprüfung
  • Mindestalter
    Die Teilnahme an der Fischereiprüfung ist ab 12 Jahren möglich. Der Fischereischein wird allerdings erst ab einem Alter von 14 Jahren ausgestellt.
  • Wohnsitz
    Der Wohnsitz muss in Deutschland liegen.
  • Teilnahme an einem Lehrgang
    Eine Kurspflicht besteht nicht. Gerade für Einsteiger ist ein Vorbereitungslehrgang jedoch wärmstens zu empfehlen.
b.) Anmeldung für die Fischereiprüfung

Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an ang.schmoll@av-nds.de beim Anglerverband Niedersachsen. Dazu ist ein Anmeldeformular auszufüllen.

Prüfungstermine und -orte finden Sie auf der Homepage des Anglerverbands Niedersachsen: https://www.av-nds.de/angler-werden/fischerpruefung-termine/. Die Anmeldung muss mindestens 21 Tage vor dem gewünschten Prüfungstermin eingegangen sein.

Nach der Anmeldung ist die Prüfungsgebühr zu überweisen. Erst wenn diese beim Anglerverband eingegangen ist, gilt der Platz als verbindlich reserviert – und Sie erhalten ein Vorbereitungsheft mit den Prüfungsfragen. Wichtig zu wissen: Eine Prüfung findet nur statt, wenn sich mindestens 20 Personen angemeldet haben.

Je nach Standort variiert die Prüfungshäufigkeit zwischen mehreren Terminen im Monat und einem Termin alle zwei Monate. Eine Übersicht entnehmen Sie dem oben verlinkten Terminkalender. Auch wenn kein Kurszwang besteht, empfiehlt sich der Besuch eines Vorbereitungskurses – insbesondere für Angelsport-Neulinge, die den Stoff systematisch durcharbeiten möchten.

c.) Ablauf und Inhalt der Fischereiprüfung
(1) Ablauf der Fischereiprüfung

Ort und Termin der Prüfung wählen Sie bereits bei der Anmeldung aus. Entscheidend ist, dass die Anmeldegebühr rechtzeitig überwiesen wird, damit Ihre Teilnahme gesichert ist.

Wichtig! Zur Identifikation vor der Prüfung ist die Mitnahme von Personalausweis oder Reisepass zwingend erforderlich. Nehmen Sie ausserdem einen Kugelschreiber mit blauer oder schwarzer Tinte mit.

Die Fischerprüfung in Niedersachsen besteht aus zwei Teilen:

  • Die Theoretische Prüfung: 60 Fragen aus 6 Themengebieten im Multiple-Choice-Verfahren
  • Die Praktische Prüfung: Demonstration des waidgerechten Umgangs, Fischerkennung und ein bis drei mündliche Fragen

Bei der Theoretischen Prüfung werden aus einem Gesamtpool von 360 Fragen je 10 Fragen aus sechs Themenbereichen gezogen. Für die Bearbeitung stehen 60 Minuten zur Verfügung – eine Zeit, die in der Regel mehr als ausreichend ist.

In der Praktischen Prüfung müssen Sie nachweisen, einen Fisch waidgerecht betäuben und töten zu können, sowie Fische anhand von Bildern zu identifizieren. Ergänzend kann der Prüfer weitere Fragen stellen.

Nach bestandener Prüfung erhalten Sie das Prüfungszeugnis, mit dem Sie anschliessend zur zuständigen Gemeinde, Samtgemeinde oder kreisfreien Stadt gehen und den Fischereischein beantragen.

(2) Was genau wird in der Theoretischen Prüfung verlangt?

Der Fragenkatalog für die Fischereiprüfung in Niedersachsen umfasst 360 Fragen aus sechs klar definierten Themenkomplexen:

- Allgemeine Fischkunde: Körperbau, Organfunktionen, Krankheiten bei Fischen, Krebstieren und Neunaugen

- Spezielle Fischkunde: Besonderheiten einzelner Fischfamilien und -arten, Fortpflanzung, bevorzugter Lebensraum, Physiognomie

- Gewässerkunde: Gewässerarten und ihre jeweiligen Eigenschaften

- Tierschutz, Naturschutz und Umweltschutz: Bedrohte Arten, Vegetation an und in Gewässern, Pflichten und Verantwortung des Anglers als Naturschützer

- Gerätekunde: Gerät und Zubehör, das beim Angeln zum Einsatz kommt

- Gesetzeskunde: Landesfischereigesetz, geschützte Tierarten an Gewässern, Rechte und Verhaltenspflichten von Angelnden

Für die Prüfung werden je 10 Fragen aus den sechs Bereichen ausgewählt. Zum Bestehen sind mindestens 6 richtige Antworten pro Themengebiet sowie insgesamt mindestens 45 korrekte Antworten erforderlich. Die Fragestellung erfolgt durchgehend im Multiple-Choice-Format.

(3) Was genau wird in der Praktischen Prüfung verlangt?

Im Vergleich zum theoretischen Teil fällt die Praktische Prüfung deutlich kompakter aus. Das Zusammenbauen von Rutenkombinationen oder ähnliche Aufgaben werden nicht mehr abgefragt – diese Inhalte sind durch die Gerätekunde im theoretischen Teil abgedeckt. Was jedoch demonstriert werden muss: das waidgerechte Betäuben und Töten eines Fisches, üblicherweise an einem grossen Gummifisch. Anschliessend sind drei von 54 möglichen Fischbildern korrekt zu benennen. Zum Abschluss kann der Prüfer ein bis drei ergänzende Fragen aus dem Bereich der 360 Prüfungsfragen stellen.

Prüfungsvorbereitung: Wie lange sollte man lernen?

Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht – zu stark hängt der Lernaufwand von Vorwissen, Lernvermögen und verfügbarer Zeit ab. Als grobe Orientierung empfiehlt sich eine Vorbereitungszeit von etwa vier bis sechs Wochen. Der Prüfungsrahmen ist klar abgesteckt, und in den folgenden Abschnitten erfahren Sie, wie Sie Ihre Vorbereitung am effizientesten gestalten.

d.) Prüfungsvorbereitung
(1) Wie bereitet man sich am besten vor?

In Niedersachsen ist die Teilnahme an einem Vorbereitungskurs nicht gesetzlich vorgeschrieben. Sie können sich also auch ohne Kursbesuch direkt zur Prüfung anmelden – ob das sinnvoll ist, hängt jedoch stark vom individuellen Vorwissen ab. Wer noch keine Berührungspunkte mit dem Angelsport hatte, ist gut beraten, sich für einen Präsenzkurs einzuschreiben oder einen zeitlich flexiblen Onlinekurs zu nutzen. Solche Angebote ermöglichen nicht nur eine gezielte Vorbereitung auf schwächere Themengebiete, sondern bieten häufig auch Begleitung bis zum ersten Fangerfolg an – was den Start ins Anglerleben erheblich erleichtert.

(2) Online-Angelschule: Angelschein vom Sofa aus?

Wer nicht mehrere Wochenenden am Stück für Präsenzkurse einplanen kann oder möchte, wird die Flexibilität von Onlinekursen schnell zu schätzen wissen. Ob berufliche Verpflichtungen, Familie oder schlicht der volle Terminkalender – bei Onlineangeboten lernen Sie dann, wenn ein Zeitfenster frei ist. Das macht sie zu einer modernen, effizienten und familienfreundlichen Alternative zur klassischen Schulbank.

---> Unser Tipp: Die Anglerschmiede <---

Bequem und ortsunabhängig lernen – die Online-Angelakademie bereitet Sie gezielt und bundeslandspezifisch auf die Fischereischeinprüfung vor. Um ein hohes Ausbildungsniveau sicherzustellen, arbeitet die Anglerschmiede mit renommierten Angel-Experten wie Marc Ptacovsky, Enrico di Ventura, Marc Voosen oder Stefan Seuß zusammen. Neben dem Vorbereitungskurs werden auch Expertenkurse zu Themen wie Hecht-, Wels-, Egli- und Karpfenangeln sowie Rutenbau angeboten.

(3) Was kosten Vorbereitungslehrgänge für die Fischereiprüfung?

In Niedersachsen stehen Ihnen grundsätzlich zwei Wege offen: Präsenzkurse – etwa bei Angelvereinen – und Onlinekurse verschiedener Anbieter. Präsenzkurse sind häufig günstiger, bieten aber wenig zeitliche Flexibilität und orientieren sich am allgemeinen Lerntempo der Gruppe, unabhängig vom individuellen Wissensstand. Onlinekurse sind teurer, erlauben Ihnen aber, vollständig selbst zu bestimmen, wann und wie intensiv Sie einzelne Themen bearbeiten. Manche Anbieter schnüren zudem Komplettpakete mit Angelequipment, die den Preisunterschied zum Präsenzkurs weitgehend ausgleichen.

SPARTIPP! Bei der Anglerschmiede gibt es den Vorbereitungskurs für die Fischereiprüfung in Niedersachsen (https://anglerschmiede.de/produkt/online-vorbereitungslehrgang-auf-die-fischereipruefung-in-niedersachsen/). Das dicke Extra ist, dass es zu jedem Kurs - egal ob Vorbereitungs- oder Expertenkurs - ein exklusives LMAB-Köderpaket gratis dazu gibt!

(4) Was lernt man bei (Online-) Angelschulen

Was dürfen Sie von den verschiedenen Kursformaten konkret erwarten?

Alle Vorbereitungskurse decken die prüfungsrelevanten Themen ab, unterscheiden sich aber in Tiefe und Umfang – denn in Niedersachsen gibt es keine Kurspflicht und damit auch keine vorgeschriebene Mindeststundenzahl. Bei Präsenzkursen kommen in der Regel vom Kursleiter aufbereitete Lehrbücher sowie ergänzende Schaubilder, kurze Videosequenzen und weitere Hilfsmittel zum Einsatz.

Präsenzkurse

pro

contra

- Gesellschaft beim Lernen

- direkte Rückfragen möglich

- günstiger

- linearer Ablauf

- feste Unterrichtszeiten

- Gruppenkurse

Die meisten Onlinekurse folgen einer ähnlichen Struktur, sind aber deutlich flexibler gestaltet. Die Lerneinheiten sind in sich abgeschlossen, sodass Sie selbst bestimmen, in welcher Reihenfolge und wie oft Sie einzelne Abschnitte wiederholen. Die Inhalte – einschliesslich der Lernvideos – werden regelmässig aktualisiert, was bei digitalen Formaten deutlich schneller möglich ist als bei gedrucktem Material. Viele Online-Angelschulen erfassen den individuellen Lernfortschritt statistisch, sodass Sie auf einen Blick erkennen, wo noch Nachholbedarf besteht. Probeprüfungen lassen sich ebenso flexibel absolvieren. Nach erfolgreichem Kursabschluss kann die Anmeldung zur Fischerprüfung häufig direkt über das Portal des Anbieters erfolgen.

Online-Kurse

pro

contra

- Vollständig flexible Zeiteinteilung

- Pausen und Wiederholungen jederzeit möglich

- Qualitativ hochwertige Lernvideos

- Automatisch erstellte Lernfortschrittsstatistiken

- Rückfragen jederzeit per E-Mail oder im Kurs möglich

- keine direkten Rückfragen möglich

- keine Gesellschaft beim Lernen

Auch wenn Präsenzkurse bei der Vorbereitung auf den praktischen Prüfungsteil leicht im Vorteil sind, bieten gute Online-Angelschulen digitale Gerätebau-Tests und detaillierte Lernvideos an, die kaum Fragen offenlassen. Wer bereit ist, sich auch das Knotenbinden eigenständig beizubringen, kann mit der nötigen Eigenmotivation sogar effektiver lernen als im Gruppenunterricht – schliesslich steht der „Lehrmeister" via Video rund um die Uhr zur Verfügung.

e.) Wie erhält man seinen Fischereischein nach bestandener Prüfung?

Wer sich gut vorbereitet hat – zum Beispiel mit einem Onlinekurs der Anglerschmiede – dürfte die Prüfung problemlos meistern. Im Anschluss an die bestandene Prüfung erhalten Sie das Prüfungszeugnis. Mit diesem Dokument, einem gültigen Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass) und einem Passfoto wenden Sie sich an die zuständige Gemeinde, Samtgemeinde oder kreisfreie Stadt und beantragen dort Ihren Fischereischein. Da der Fischereischein in Niedersachsen auf Lebenszeit ausgestellt wird, fallen danach weder Verlängerungsgebühren noch weitere Fischereiabgaben an. Was Sie von nun an noch benötigen, ist lediglich der Fischereierlaubnisschein für die Gewässer, an denen Sie angeln möchten.

III.) Erwerb von Fischereierlaubnisscheinen

Abseits der Nordseeküste ist der Fischereierlaubnisschein das entscheidende Dokument, das Ihnen das Angeln an einem konkreten Gewässer erst ermöglicht. Üblicherweise erwerben Sie diesen Schein gegen eine Gebühr direkt beim Pächter oder Eigentümer des jeweiligen Gewässers. Gewässer wie Elbe und Dümmer See gehören zum Anglerverband Niedersachsen – entsprechende Erlaubnisscheine erhalten Sie dort direkt. Eine Übersicht der Verbandsgewässer finden Sie auf der Homepage des Verbands: https://www.av-nds.de/angeln/verbandsgewaesser/. Andere Gewässer befinden sich im Besitz von Angelvereinen oder Privatpersonen.

IV.) Angeln ohne Fischereischein - Bussgelder

Angeln ohne privatrechtliche Genehmigung – also ohne Fischereierlaubnisschein – ist kein Kavaliersdelikt. Es erfüllt den Tatbestand der Straftat gemäss § 293 StGB (Wilderei) und kann neben einer Geldstrafe auch mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden.

Darüber hinaus gibt es weitere Verstösse, die zwar nicht unter das Strafrecht fallen, aber als Ordnungswidrigkeiten eingestuft werden und mit empfindlichen Geldbussen belegt werden können. Mitgeführte Angelgeräte können in solchen Fällen zusätzlich eingezogen werden.

Ordnungswidrigkeiten (Quelle: https://www.bussgeldkatalog.org/angeln-ohne-angelschein/niedersachsen/)

Zu den Verstössen, die mit erheblichen Geldbussen belegt werden können, zählen unter anderem:

  • Fangfertige Fischereigeräte an Gewässern mitführen, für die keine Genehmigung vorliegt
  • Angeln von Muscheln in Küstengewässern ohne entsprechende Erlaubnis
  • Fischfang mit verbotenen Mitteln oder Methoden
  • Aussetzen von Fischen oder Krebsen, die krank waren oder bei denen ein entsprechender Verdacht bestand
  • Fischfang an Fischwegen oder angrenzenden Gewässerstrecken
  • Fischereierlaubnisschein, Personalausweis oder Fischereischein nicht mitgeführt oder auf Verlangen nicht vorgezeigt
  • Entnahme von Muscheln aus einem Muschelkulturbezirk mit Beschädigung oder Zerstörung der Kultur
  • Nichteinhaltung von Schonzeiten und/oder Mindestmassen

Achtung: Diese Auflistung ist nicht abschliessend und dient ausschliesslich als grober Überblick.


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