
Lipless Crankbaits
Lipless Crankbaits - Crankbaits ohne Tauchschaufel - sind unter verschiedenen Namen bekannt: Vertikalwobbler, Vib-Crank, Rattlebait. Besonders in den USA zählen diese Hardbaits zu den meistgefischten Ködertypen überhaupt.
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<h2>Flatternder Lauf mit viel Vibration</h2><p><em>Lipless Crankbaits</em> sind Krawallmacher der besonderen Art. Wer glaubt, dass die fehlende Tauchschaufel für wenig Aktion sorgt, liegt falsch. Eingekurbelt entwickeln diese Köder einen <strong>flatternden Lauf</strong>, der <strong>sehr starke Vibrationen</strong> erzeugt - daher auch die Bezeichnung <em>Vib(ration)-Crankbait</em>. Werden diese Vibrationen noch mit internen Rasseln kombiniert, entstehen einige der lautesten Kunstköder unter Wasser. Das ist gewollt: Der Lipless Crankbait wird zügig geführt und soll <strong>Reaktionsbisse</strong> provozieren. Genau deshalb wird er so häufig als <strong>Searchbait</strong> eingesetzt, um aktive Fische schnell zu lokalisieren.</p><h2>Verschiedene Führungsstile</h2><p>Der <em>Lipless Crankbait</em> lässt sich auf mehrere Arten effektiv präsentieren. Die einfachste Methode ist <strong>Auswerfen, kurz absinken lassen und gleichmässig einkurbeln</strong>. Allein diese Technik ist derart wirkungsvoll, dass viele Angler diesen Ködertyp nie anders eingesetzt haben. Besonders Rapfen und Egli, aber auch Hechte reagieren stark auf diesen Führungsstil. Als zweite Option bietet sich <strong>Stop & Go</strong> an: In das gleichmässige Einkurbeln werden gezielte Pausen eingebaut, in denen der Köder absinkt. Diese Führungsvariante, die ein wenig an das Faulenzen von Gummifischen erinnert, zeigt besonders bei Egli und Zander grosse Wirkung. Obwohl die Hauptsaison dieser Köder Sommer und Herbst ist, lassen sich manche Lipless Cranks auf diese Weise so verlangsamt führen, dass sie auch im Winter beim Grosseglianfischen eine ernstzunehmende Option darstellen. Der dritte Führungsstil ist wieder für Sommer bis Herbst gedacht - speziell wenn Krautbänke vorhanden sind. Wird der Köder über Wasserpflanzen geführt und bekommt er <strong>bei Pflanzenkontakt einen harten Schlag mit der Rute</strong>, reisst er sich los, schiesst nach oben und lockt Räuber aus dem Kraut. In Amerika weit verbreitet, wird diese Technik in Europa noch selten angewandt.</p><h2>Anwendungshinweis</h2><p>Für den Einsatz von Lipless Crankbaits empfiehlt sich eine <strong>mittelharte bis harte Rute</strong> mit ausreichend Rückgrat, um den Köder bei Bedarf aus dem Kraut herausreissen zu können. Ein <strong>geflochtenes Hauptschnur</strong> verbessert die Bissübertragung spürbar und erlaubt eine präzise Kontrolle der Absinkgeschwindigkeit. Wählen Sie die Grösse des Köders gezielt nach dem Zielfisch: Kleinere Varianten überzeugen beim Eglianfischen, grössere Modelle sind die erste Wahl für Hecht und Rapfen.</p>



































