<h2>Wissenswertes über Tungsten-Haken</h2><p>Wolfram - unter Anglern meist als <strong>Tungsten</strong> bekannt - hat sich in den letzten Jahren im <strong>Angelsport</strong> fest etabliert, und dafür gibt es überzeugende Gründe.</p><h3>Die Vorteile von Tungsten</h3><p>Tungsten weist eine <strong>höhere Dichte als Blei</strong> auf, wodurch es bei identischem Gewicht deutlich kompakter ausfällt und im Verhältnis schneller absinkt. Ausserdem ist das Material erheblich härter, was zu einer <strong>präzisen Übertragung der Bodenstruktur</strong> führt und die Form auch auf hartem Untergrund lange erhält - während Bleigewichte nach kurzer Nutzung oft deformiert wirken.</p><p>Ein weiterer Pluspunkt: Tungsten ist im Gegensatz zu Blei <strong>chemisch sehr reaktionsträge</strong>. Blei hingegen kann in grösserer Menge toxisch auf ein Gewässer wirken.</p><p>Auch für den Angler selbst bergen <strong>unbeschichtete Bleigewichte</strong> auf Dauer ein Gesundheitsrisiko. Wer Bleiköpfe oder Gewichte selbst giesst oder sehr häufig mit unbeschichtetem Blei arbeitet, kann nach einiger Zeit erhöhte Bleiwerte im Körper aufweisen. Auch aus dieser Sicht ist der Wechsel zu Tungsten eine sinnvolle Alternative.</p><h3>Welche Tungsten-Produkte gibt es?</h3><p>Tungsten wird inzwischen in praktisch allen gängigen Gewichtsformen für den Angelsport angeboten. Erhältlich sind Tungsten-Jigköpfe von 0,8 bis über 20 Gramm, ebenso wie Tungsten-Bullets, Tungsten-Dropshot-Gewichte, Tungsten-Perlen, Tungsten-Rubberjigs sowie Tungsten-Kugel- und Stabgewichte.</p><p>Alle diese Köder teilen die genannten Vorteile des Materials. Besonders Finesse-Techniken profitieren stark von den kompakten Abmassen der Tungsten-Gewichte.</p><h3>Anwendungshinweis</h3><p>Setzen Sie Tungsten-Gewichte gezielt bei Finesse-Techniken wie Dropshot ein, wo ein feinfühliger Bodenkontakt entscheidend ist. Wählen Sie die Hakengrösse passend zum Köder, damit sich die verbesserte Rückmeldung des Materials optimal auf den Drill übertragen lässt.</p><h3>Die Nachteile von Tungsten</h3><p>Einen kleinen Nachteil bringen diese Produkte allerdings mit sich: Tungsten hat einen hohen Schmelzpunkt und lässt sich nur aufwendig verarbeiten. Auch das Rohmaterial ist bereits teurer als Blei. Das führt dazu, dass Tungsten-Haken kostenintensiver sind als ihre Pendants aus Blei. Zum Teil wird dieser höhere Preis jedoch durch die besseren Eigenschaften wieder ausgeglichen. Weiterhin lassen sich Kosten sparen, da bei Tungsten-Jigs die Haken oft eingeklebt sind - stumpfe Haken können so einfach durch neue <strong>Jighaken</strong> ersetzt werden. Gerade an wenig hängerträchtigen Gewässern haben Angler oft lange Freude an <strong>Tungsten-Produkten</strong>, da diese im Gegensatz zu Bleigewichten nicht anlaufen oder schmierig werden. Mit etwas Glück lassen sie sich so über Jahre verwenden, was den Kostenfaktor wiederum relativiert.</p>