
Kescher
In dieser Kategorie finden Sie eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl an Keschern, die wir selbst einsetzen und denen wir unser volles Vertrauen aussprechen.
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<h2>Kaufberatung zu Keschern</h2><p>Ein zentrales Utensil jeder Angelausrüstung ist der Unterfangkescher. In bestimmten Situationen ist es möglich - und mitunter sogar empfehlenswert - einen Fisch per Hand zu landen. In den allermeisten Fällen ist die Landung mit einem passenden Kescher jedoch die sicherste Methode.</p><p>Das Angebot ist breit: von lang bis kurz, von klein bis gross, von Nylonnetz bis zur gummierten Masche ist alles vertreten. Welches Modell zu Ihrer Angelmethode und Situation am Wasser passt, erläutern die folgenden Abschnitte.</p><h3>Die richtige Länge des Kescherstiels</h3><p>Kescher sind in den unterschiedlichsten Längen erhältlich. Viele Modelle verfügen zusätzlich über einen teleskopischen Stiel, was sie vielseitiger einsetzbar macht. Welche Stiellänge Sie benötigen, entscheidet einzig die Situation an Ihrem Gewässer. Angeln Sie von einem erhöhten Standplatz, einer steilen Uferböschung oder müssen Sie Büsche überbrücken, benötigen Sie <strong>Kescher mit möglichst langen Stielen</strong> von rund drei Metern.</p><p>Das genaue Gegenteil gilt beim Angeln vom Bellyboot. Dort sitzen Sie direkt über dem Wasser und sind in Ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt - ein langer Kescherstiel, auch ein teleskopischer, ist hier eher hinderlich. Ähnliches gilt beim Watfischen: Zwar ist der Bewegungsspielraum grösser, doch <strong>behindert ein langstieliger Kescher beim Waten</strong> und ist schlicht nicht notwendig. Auch vom Boot empfehlen sich kurze Kescherstäbe, da längere Modelle rasch im Weg liegen.</p><p>In allen anderen Situationen kommen Sie mit durchschnittlichen Kescherstäben von 120 bis 250 Zentimetern gut zurecht.</p><h3>Klappkescher oder fester Kescherkopf</h3><p>Beide Varianten haben ihre Berechtigung. Wer mobil unterwegs ist und grosse Strecken am Wasser zurücklegt, wird einen festen Kescherkopf schnell als störend empfinden - er lässt sich kaum vernünftig befestigen und behindert beim Tragen. Ein faltbarer Kescherkopf passt hier deutlich besser.</p><p>Allerdings ist ein Klappkopf naturgemäss nicht ganz so stabil wie ein robuster Kescherkopf ohne Scharniere. Wer auf wirklich grosse Fische wie Hechte im Freiwasser zielt, kommt um einen festen, möglichst stabilen Kescherkopf nicht herum.</p><h3>Die richtige Grösse des Kescherkopfes</h3><p>Wer einmal einen grossen Hecht am Haken hatte, der einfach nicht in den Kescher passen wollte - während alle Drillinge so sassen, dass eine Handlandung unmöglich war - der macht sich beim nächsten Mal genauer Gedanken über die Dimensionen seines Keschers. Denn was nützt er Ihnen, wenn er ausgerechnet dann zu klein ist, wenn er am dringendsten gebraucht wird?</p><p>Überlegen Sie im Vorfeld, welche Fischgrössen Sie an Ihrem Gewässer erwarten. Hechte, Zander, Egli und Welse lassen sich im Notfall oft noch per Hand landen. Bei Karpfen, Rapfen oder Stören dagegen steht man mit einem zu kleinen Kescher schnell vor einem Problem. <strong>Die Öffnung des Keschers sollte in jedem Fall gross genug sein, um den angestrebten Zielfisch aufzunehmen.</strong></p><p>Auch die Tiefe des Keschernetzes spielt eine Rolle. Fische, die sich heftig wehren, können sich aus einem zu flachen Netz wieder herauskatapultieren. Übermässig tiefe Netze können sich dagegen bei mehreren Drillingen unentwirrbar verwickeln - das richtige Mittelmaß ist also entscheidend.</p><h3>Das Netzmaterial</h3><p>Keschernetze werden aus verschiedenen Materialien gefertigt. Die meisten bestehen aus Nylon, entweder als verwobenes Geflecht oder als verknoteter Monodraht. Letzterer hat den Vorteil, dass sich verfangene Haken leicht lösen lassen - er ist allerdings wenig fischfreundlich und daher für <em>Catch & Release</em> nicht die erste Wahl. Verwobenes, unbeschichtetes Material ist fischfreundlicher, nimmt jedoch schnell Geruch an und bietet Haken mehr Angriffsfläche.</p><p>Eine sehr gute Lösung bieten <strong>gummierte Keschernetze</strong>. Sie schonen die Schleimhaut der Fische, nehmen kaum Fischgeruch an und lassen sich problemlos im Auto oder zuhause aufbewahren. Vollständig aus Gummimischungen bestehende Netze sind ebenfalls geruchsabweisend, hakenfreundlich und dank ihrer Dehnbarkeit besonders fischschonend. Durchsichtige Varianten reduzieren zudem die Scheuchwirkung auf den Fisch und helfen so, die oft entscheidende Flucht kurz vor dem Kescher zu verhindern.</p><h3>Besondere Keschertypen</h3><h4>Spundwandkescher</h4><p>Wer an Spundwänden fischt, wo die Wasseroberfläche mehrere Meter tiefer liegt, kommt um einen speziellen Spundwandkescher nicht herum. Dieser besteht aus einem Ring, der an mehreren Punkten an einem Seil aufgehängt ist. So lässt sich der Kescher kontrolliert zum Fisch hinablassen. Sobald der Fisch über den Ring geführt ist, wird er am Seil nach oben gezogen. Auch hier sind Ausführungen mit gummierten Netzen empfehlenswert, da diese nicht aufschwimmen und das Keschern dadurch erleichtern.</p><h4>Karpfenkescher</h4><p>Karpfenkescher sind besonders gross, stabil und fischschonend. Ein wichtiges Merkmal: Die Bügelarme des Kescherkopfes lassen sich aushängen, um den Fisch sicherer tragen zu können. Achten Sie beim Kauf auf einen ausreichend langen Stiel, damit auch dickbäuchige Fische in schwierigen Situationen zuverlässig ins Netz kommen.</p><h3>Anwendungshinweis</h3><p>Halten Sie den Kescher vor dem Einsatz stets griffbereit und im guten Zustand. Tauchen Sie das Netz vor dem Keschern kurz ins Wasser, damit es sich geschmeidig öffnet und der Fisch schnell und schonend aufgenommen werden kann. Führen Sie den Kescher dabei mit dem Netz voran unter den Fisch und heben Sie ihn erst dann aus dem Wasser, wenn der Fisch vollständig im Netz liegt. So schützen Sie sowohl den Fisch als auch Ihre Ausrüstung.</p>








































































