
Fluorocarbon
Beim Raubfischangeln in klaren wie auch trüben Gewässern ist ein Fluorocarbon-Vorfach ein zuverlässiger Begleiter. Dank seines nahezu identischen Lichtbrechungsfaktors wie Wasser bleibt es für Fische weitgehend unsichtbar - und seine hohe Abriebsfestigkeit schützt zuverlässig vor Abrissen an scharfen Kanten.
Filter
Filter
10 Optionen



6 Optionen


<h2>Fluorocarbon: Stark und nahezu unsichtbar</h2><p>Die Schnur ist die einzige Verbindung zum Fisch. Hat dieser Fisch scharfe Zähne oder lebt er in hindernisreichen Gewässern, muss diese Verbindung entsprechend robust sein. Das gilt zumindest für den letzten Abschnitt vor dem Köder: <strong>Das Vorfach muss Raubfischzähnen und scharfen Muschelschalen zuverlässig standhalten</strong>. Gängige Materialien dafür sind Stahl, Titan oder Kevlar - eine besonders interessante Alternative ist jedoch Fluorocarbon.</p><h2>Was ist Fluorocarbon?</h2><p>Fluorocarbon (kurz FC) sieht auf den ersten Blick ähnlich aus wie monofiler Nylon, bringt aber deutlich andere Eigenschaften mit, die es zu einem idealen Vorfachmaterial machen.</p><p>FC ist <strong>äusserst abriebfest</strong> und widersteht damit dem Einfluss von Raubfischzähnen, Muscheln und anderen scharfen Unterwasserhindernissen über lange Zeit. Sein Lichtbrechungsfaktor liegt nahe an dem von Wasser, weshalb es unter Wasser für Fische kaum sichtbar ist. Durch seine hohe Dichte sinkt Fluorocarbon langsam ab - beim Einsatz als Hauptschnur lässt sich damit die Lauftiefe von Ködern gezielt erhöhen.</p><p>Gegenüber Nylon ist die Dehnung von FC deutlich geringer. Anschläge kommen sicher durch, und bei Verwendung als Hauptschnur ist die Rückmeldung fast mit Geflechtschnüren vergleichbar.</p><p>In Durchmessern ab einem Millimeter ist Fluorocarbon nahezu uneingeschränkt hechtsicher. Trotzdem empfiehlt es sich, <strong>das Vorfach regelmässig - spätestens nach jedem gelandeten Fisch - auf Beschädigungen zu prüfen</strong> und es bei Bedarf neu zu knoten oder auszutauschen.</p><h3>Bis zu welcher Stärke setzt man FC ein?</h3><p>Fluorocarbon lässt sich bis zu Stärken von über 1 mm knoten oder mit Klemmhülsen verarbeiten. Dabei sollten stets <strong>doppelte Klemmhülsen</strong> verwendet werden, damit das Material durch falsches Quetschen nicht geschwächt wird.</p><p>In dünneren Durchmessern eignet sich FC hervorragend als Raubfischvorfach für Egli, Zander, Forelle und andere wenig bezahnte Räuber. Die Kombination aus geringer Sichtigkeit, hoher Abriebsfestigkeit und kontrolliertem Sinkverhalten macht es zu einem der vielseitigsten Vorfachmaterialien überhaupt.</p><h3>Anwendungshinweis</h3><p>Gerade beim Einsatz von Rigs und Hardbaits spielt eine <strong>Fluorocarbon-Hauptschnur</strong> ihre Stärken voll aus. Die optimale Feinlastdehnung lässt Köder natürlich laufen und liefert jederzeit klare Bissmeldung. Achten Sie beim Knoten von FC darauf, die Knoten vor dem Festziehen stets anzufeuchten, um Materialspannungen zu minimieren und die Knotenfestigkeit zu maximieren.</p><h3>Fluorocarbon und Umwelt</h3><p>Fluorocarbon wird in der Natur so gut wie nicht abgebaut. Nehmen Sie deshalb jeden noch so kleinen Schnipsel oder Vorfachrest mit nach Hause und entsorgen Sie ihn sachgerecht - ein bewusstes Verhalten, das unsere Gewässer schützt.</p>







































