
Neko Rig
Ähnlich wie das Ned-Rig ist auch das Neko-Rig eine Raubfischmontage, die gezielt am Gewässergrund alle Instinkte der Räuber anspricht: Der Köder führt einen unwiderstehlichen Tanz aus und provoziert selbst scheue Fische zum Anbiss.
<h2>Neko Rig: Das sollten Sie wissen</h2><p>Das Neko-Rig hat seinen Ursprung im Wacky-Rig und wird auch als <strong>"nail weighted wacky"</strong> bezeichnet. Beide Rigs gehören zur Klasse der Finesse-Rigs. Das Neko-Rig zielt in erster Linie auf <strong>tiefstehende Fische am Gewässergrund</strong>. Ein Wacky-Rig sinkt im Vergleich deutlich langsamer ab, da es keine zusätzlichen Gewichte am Köderende trägt. Erst durch die Einführung kleiner Gewichte, die sich frei am Gummiköder befestigen lassen, entfaltete das Neko-Rig sein volles Potenzial. Der Legende nach wurden die ersten Prototypen <strong>mit Nägeln in den Baits</strong> gefischt. Bass-Angler in den USA wollten mit dem Wacky-Rig auch tiefere Wasserschichten effektiv abfischen, ohne lange auf das Absinken warten zu müssen - so war das Neko-Rig geboren. Viele starke Black Bass sind seitdem auf diese clevere Variation reingefallen. Unsere einheimischen Eglis, Zander und Hechte lieben das Neko-Rig mindestens genauso wie ihre dickbäuchigen Kollegen aus Amerika.</p><h3>Köderführung beim Neko-Rig</h3><p>In der Praxis führt man ein Neko-Rig ähnlich wie ein Cheburashka-Rig oder ein Jika-Rig. Die Grundidee besteht darin, bereits während des Absinkens die erste mögliche Anbissphase zu nutzen. Das Neko-Rig sinkt in <strong>spiralförmigen, unregelmässigen Bewegungen</strong> ab - kleine Zupfer an der Schnur verstärken diesen Effekt zusätzlich. Nach dem Aufkommen stellt sich das Neko-Rig am Gewässergrund auf: Die beschwerte Seite sinkt zum Boden, während das andere Ende verführerisch hin und her taumelt. Dies ist die zweite heisse Phase für einen Anbiss. Mit kurzen Kurbelbewegungen wird die Schnur eingeholt, der Köder steigt auf und sinkt mit der nächsten Pause erneut Richtung Boden.</p><p>Ein entscheidender Tipp zur Köderpräsentation sind die <strong>Pausen</strong>. Gerade in den Momenten, in denen der Köder stillsteht, überzeugt er oft die scheuesten Raubfische am Spot zum Anbiss. In Amerika spricht man von "dead sticks" - ein Begriff, der diesen bewegungslosen Moment der Neko-Baits sehr treffend beschreibt. Probieren Sie es aus und lassen Sie sich von den knallharten Anbissen auf einen stillstehenden Köder überraschen.</p><h2>Neko Rig Aufbau</h2><p>Ein hochwertiges <strong>Fluorocarbon-Vorfach</strong> erhöht die Fangchancen beim Neko-Rig erheblich - so wie bei nahezu allen anderen Rigs auch. Immer dann, wenn ein Köder möglichst unauffällig präsentiert werden soll, ist Fluorocarbon die erste Wahl. Schritt eins zu einem selbstgebundenen Neko-Rig ist also ein passendes Vorfach aus Fluorocarbonmaterial.</p><p>Für die mittige Platzierung des Hakens im Bait benötigen Sie einen Haken mit einem <strong>tiefen und weiten Bogen</strong>. Typischerweise inhalieren Räuber die Baits - der Haken greift dabei am zuverlässigsten, wenn er genügend Bauch aufweist. H&B bietet spezielle Neko-Rig-Haken mit und ohne Weedguard an. Ein Weedguard ermöglicht das Befischen von stark verkrauteten Gewässerabschnitten.</p><p>Neben speziellen Kunstköderhaken finden Sie hier auch einen Neko-Rig-Livebait-Haken von VMC. Das Neko-Rig eignet sich nämlich nicht nur für Kunstköder, sondern auch hervorragend für lebende Würmer und weitere natürliche Baits.</p><p>Zur Fixierung der Haken am Bait empfiehlt sich ein <strong>Bait-Band oder Gummiband</strong>. Eine direkte Befestigung am Köder ist zwar möglich, aber oft kontraproduktiv für die Aktion kleiner Finesse-Baits im Wasser. Bei entsprechend grossen Kunstködern ist eine Kombination aus Bait-Band und Durchstechen des Köders am sinnvollsten - der Bait ist so gut fixiert und die Einstichstellen werden durch das Bait-Band zusätzlich geschont.</p><h3>Vom Wacky- zum Neko-Rig</h3><p>Ein Z-Man Neko ShroomZ Green Pumpkin verwandelt ein Wacky-Rig zuverlässig in ein Neko-Rig. Diese modernen Gewichte werden im Köderende eingeführt und sind selbstfixierend. Im Gegensatz zu den Neko-Rig-Weights von DEKA und Reins sind die Z-Man-Gewichte abgeflacht - ähnlich wie der Jigkopf eines Ned-Rigs. So kann der Bait am Gewässergrund aufstehen und selbst den scheuesten Räuber verleiten. Beim Neko-Rig-Gewicht gilt grundsätzlich: <strong>lieber zu leicht als zu schwer</strong>.</p><h3>Gewicht passend wählen</h3><p>Ein gut montiertes Neko-Rig sollte relativ langsam absinken und dabei verführerisch taumeln. Mit etwas Praxiserfahrung erkennen Sie schnell, ob das Gewicht zu schwer oder zu leicht ist. Sinkt das Rig fast schwebend, ist das Zusatzgewicht definitiv zu leicht. Den feinen Unterschied merken Sie erst nach einigen Stunden am Wasser.</p><p>Ein Grossteil der geeigneten Nail-Sinker wird inzwischen aus <strong>Tungsten (Wolfram)</strong> gefertigt. Da Tungsten eine höhere Dichte als Blei aufweist, sind die Nägel bei gleichem Gewicht deutlich kleiner und schlanker und lassen sich problemlos auch in dünnen Würmern unterbringen. Ein willkommener Nebeneffekt: Tungsten ist im Gegensatz zu Blei ungiftig und damit umweltfreundlich.</p><h3>Aufbauanleitung fürs Neko-Rig</h3><p>Eine kurze und praktische Übersicht zum Neko-Rig-Aufbau:</p><ol><li>Fluorocarbon-Vorfach</li><li>Neko-Rig-Haken - weiter Hakenbogen, ggf. mit Weedguard</li><li>Bait-Band</li><li>Softbait</li><li>Neko-Rig-Sinker - spezielle Gewichte für das Köderende (Nailsinker)</li></ol><p>Die wichtigsten Neko-Rig-Einzelteile passen problemlos in jede Köderbox. Die Grundausrüstung ermöglicht Ihnen ausserdem, viele weitere moderne Rigs auszuprobieren. Der Knackpunkt des Rigs sind die <strong>Sinker</strong>: Seitlich im Bait eingeführt, lassen sie diesen im Wasser tanzen und taumeln. Ein asymmetrischer Lauf der Baits ist dabei gewollt - man imitiert ein angeschlagenes Lebewesen. Zum Einführen der Weights ist eine gute Zange sehr hilfreich, ebenso beim Montieren der Baits und beim Überziehen der Bait-Bands.</p><h2>Anwendungshinweis</h2><p>Das Neko-Rig entfaltet seine Stärken besonders in langsam befischten, tiefen Bereichen mit hartem Untergrund. Fischen Sie es an Steinkanten, Unterwasserplateaus oder tiefen Buchten. Halten Sie die Aktion minimal und nutzen Sie bewusst lange Pausen - gerade der stillstehende Köder am Grund provoziert Eglis, Zander und Hechte zum Anbiss. Eine feine, <strong>leichte Angelrute</strong> in Kombination mit einer dünnen Schnur bringt den Bait erst richtig zur Geltung und macht jeden Anbiss direkt spürbar. Gerne beraten wir Sie zu einer ausgewogenen Gesamtausrüstung, mit der Sie alle Finesse-Angeltechniken optimal einsetzen können.</p><h2>Insidertipps zum Neko-Rig</h2><p>Unser Teamangler empfiehlt, gleich ein ganzes Set Nailsinker für die eigenen Neko-Rigs anzuschaffen. Je nach Bait und Situation am Spot wechseln Sie einfach das Gewicht - wer eine kleine Auswahl dabei hat, ist flexibler und fängt am Ende mehr. Die Einzelteile des Neko-Rigs sollten stets zur übrigen Angelausrüstung passen: Eine feine, leichte Angelrute kombiniert mit einer dünnen Schnur lässt das Neko-Rig und den Bait erst richtig im Wasser zur Geltung kommen.</p>


































