Bellyboote | HechtundBarsch.ch (Schweiz)

Bellyboote

Bellyboote sind der ideale Kompromiss zwischen Ufer- und Bootsangelei - kompakt im Transport, einfach im Aufbau und zuverlässig darin, Sie an Spots zu bringen, die vom Ufer aus unerreichbar bleiben.

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<h2>Kaufberatung zu Bellybooten</h2><p>Viele Gewässer sind ausgedehnt, und als Uferangler bleiben einem zahlreiche Hotspots verwehrt - sei es wegen dicht bewachsener Ufer oder schlicht wegen fehlender Zugangsmöglichkeiten. Ein vollwertiges Boot ist oft zu kostspielig, ein Kajak mit einem kleinen Fahrzeug kaum zu transportieren. Das Bellyboot schliesst diese Lücke: Es ist leicht, schnell aufgebaut und bringt Sie direkt an den Fisch - wo es erlaubt ist.</p><p>So bleibt Ihnen kein Hotspot eines Gewässers vorenthalten. Selbst Räuber im Freiwasser lassen sich gezielt befischen. Damit Sie beim Kauf die richtige Entscheidung treffen, finden Sie nachfolgend die wichtigsten Auswahlkriterien.</p><h3>Die richtige Form des Bellybootes</h3><p>Bellyboote sind in verschiedenen Formen erhältlich:</p><ul><li>V-förmig - am weitesten verbreitet und empfehlenswert</li><li>Ponton-Boote im Katamaran-Aufbau - sehr stabil, aber weniger transportfreundlich</li><li>U-förmig - kaum noch verbreitet, hoher Wasserwiderstand</li><li>Rund - kaum noch angeboten, geringe Kippstabilität</li></ul><p><strong>V-förmige Bellyboote</strong> vereinen geringen Wasserwiderstand mit hoher Stabilität. Sie sind spurtreu, gut manövrierbar und erlauben es, auch grössere Distanzen zurückzulegen und ausreichend Ausrüstung mitzuführen. <strong>Pontonboote</strong> sind mit festen Schwimmkörpern ausgestattet, sehr sicher und haben ebenfalls geringen Wasserwiderstand - sind aber windanfällig und im Transport aufwendiger. Runde und U-förmige Modelle spielen am Markt heute kaum noch eine Rolle.</p><h3>Das richtige Material für Ihr Bellyboot</h3><p>Es gibt zwei grundlegende Materialkonstruktionen:</p><p>Modelle mit einer <strong>Cordura-Aussenhülle</strong> (600er oder 1000er Cordura - je höher die Zahl, desto widerstandsfähiger) schützen die innenliegenden PU-Luftkammern zuverlässig vor Beschädigungen. Das Material ist reissfest, abriebfest und leicht. Durch die gewebte Struktur entsteht jedoch etwas mehr Wasserwiderstand als bei der zweiten Variante.</p><p>Bellyboote aus <strong>Schlauchbootmaterial</strong> verzichten auf eine separate Aussenhülle, da das Material selbst luftdicht und sehr widerstandsfähig ist. Der Wasserwiderstand ist minimal, Verschmutzungen lassen sich einfach entfernen. Ein weiterer Vorteil: Zubehör wie Echolothalter oder Rutenhalter kann direkt aufvulkanisiert werden, was individuelle Anpassungen erleichtert. Beide Materialvarianten sind grundsätzlich widerstandsfähig gegen Angelhaken - dennoch empfiehlt sich stets ein sorgsamer Umgang.</p><h3>Der Auftrieb</h3><p>Bellyboote unterscheiden sich in ihrer maximalen Traglast erheblich. Als Grundregel gilt: mehr Traglast bedeutet mehr Sicherheit und Komfort. Wer leichtgewichtig unterwegs ist und wenig Ausrüstung mitführt, kommt mit einem Modell mit geringerer Tragkraft aus. Wer jedoch viel Körpergewicht mitbringt und zusätzlich Echolot, Batterie, Anker und weiteres Zubehör transportieren möchte, sollte konsequent auf ein Boot mit hoher Traglast setzen - nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen.</p><h3>Der Aufbau</h3><p>Der Verwendungszweck beeinflusst die Wahl des Aufbaus massgeblich. <strong>Fliegenfischer</strong> profitieren von einem möglichst niedrigen Aufbau, damit die Schnur nicht hängen bleibt. Wer grössere Strecken zurücklegen möchte oder weniger konditionsstark ist, sollte ein Modell mit <strong>zusätzlichen Paddeln</strong> in Betracht ziehen - sie erhöhen die Sicherheit auf grossen Gewässern. Beim Fliegenfischen können Paddel jedoch hinderlich sein, da sich die Leerschnur daran verfangen kann. Eine bewusste Abwägung im Voraus lohnt sich daher.</p><h3>Der Sitz</h3><p>Die Sitzkonstruktionen variieren je nach Modell:</p><ul><li>Luftsitze - bequem und bieten zusätzlichen Auftrieb</li><li>Schaumstoffsitze - bieten ebenfalls Auftrieb, etwas weniger komfortabel</li><li>Netzmaterial - leicht, aber ohne zusätzlichen Auftrieb</li></ul><p>Achten Sie besonders auf die <strong>Sitzhöhe</strong>: Ein hoher Sitz hebt den Körper weiter aus dem Wasser, was den Wärmehaushalt - vor allem im Herbst und Winter - deutlich verbessert. Ausserdem ergibt sich ein angenehmerer Paddelwinkel mit den Flossen.</p><h3>Stauraum und Zubehör</h3><p>Jedes Bellyboot bietet Stauraum für Köderboxen, Proviant und Anker - die Kapazität variiert jedoch erheblich. Der Bereich hinter dem Sitz bietet oft genügend Raum, ist aber nicht immer leicht zugänglich. Achten Sie deshalb darauf, dass auch die <strong>Seitentaschen</strong> ausreichend Stauraum für das wichtigste Angelzubehör bieten.</p><p>Prüfen Sie ausserdem das verfügbare Originalzubehör des jeweiligen Herstellers: Gibt es passende Rutenhalter, Zusatzhalterungen oder lässt sich sogar ein Elektromotor nachrüsten? Für viele Angler kann dies ein entscheidendes Kaufargument sein.</p><h3>Anwendungshinweis</h3><p>Tragen Sie auf dem Bellyboot stets eine <strong>Rettungsweste</strong> und prüfen Sie vor jeder Ausfahrt den Luftdruck aller Kammern. Informieren Sie sich ausserdem vorab über die Zulässigkeit von Bellybooten am jeweiligen Gewässer - in der Schweiz gelten kantonal unterschiedliche Regelungen. Wathosen in Kombination mit speziellen <strong>Bellyboot-Flossen</strong> sind gegenüber einfachen Schnorchelflossen klar zu bevorzugen, da sie eine sichere und effiziente Fortbewegung bei jeder Wassertemperatur ermöglichen.</p>

Häufige Fragen

Immer dann, wenn Sie flexibel sein möchten, exakt manövrieren wollen, beide Hände frei haben möchten und mit einem überschaubaren Budget arbeiten.
Achten Sie auf Verarbeitung, Materialstärke und das verwendete Material. Wichtig sind ausserdem Grösse, Gewicht, Stauraum sowie die vorhandenen Befestigungsmöglichkeiten.
Mit Rudern entlasten Sie Ihre Beine auf längeren Strecken, kommen schneller voran als mit reinem Flosseneinsatz und bleiben auch bei Gegenwind oder Strömung manövrierfähig.
Verschiedene Hersteller bieten Klebepads an, die auf das Boot aufgeklebt werden und anschliessend mit den passenden Adaptern für das Echolot bestückt werden können.
Das ist grundsätzlich möglich, solange kalte Füsse kein Problem darstellen. Spezielle Bellybootflossen sind kurz und breit und verfügen über einen Gurt, der sich um den Schuh der Wathose fixieren lässt - so sind Sie zu jeder Jahreszeit einsatzbereit.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten und sollte vor Ort individuell erfragt werden. Einige Hersteller deklarieren ihr Bellyboot als Schwimmhilfe und nicht als Boot.