
Tungsten Gewichte
Tungsten hat Blei als Material für Angelgewichte längst abgelöst - und das aus gutem Grund. Blei ist giftig, wird in immer mehr Ländern beim Angeln verboten und auch in der Schweiz geht der Trend klar weg vom Schwermetall. Wolfram, bekannt unter Anglern als Tungsten, ist die überzeugende und umweltgerechte Alternative.
<p><em>Wolfram</em> - so lautet der deutsche Name für ein Metall, das unter Anglern weltweit als <em>Tungsten</em> bekannt ist. Als Material für Angelgewichte vereint es Eigenschaften, die Blei in nahezu jeder Hinsicht übertrifft.</p><h2>Dichte, Härte und Präzision</h2><p><strong>Tungsten</strong> überzeugt in der Praxis durch eine Reihe handfester Vorteile gegenüber herkömmlichem Blei. Seine <strong>höhere Dichte</strong> sorgt dafür, dass ein Tungsten-Gewicht bei identischem Volumen schwerer ist als ein Bleigewicht - es sinkt schneller ab und erlaubt es, in vielen Situationen eine Gewichtsklasse kleiner zu fischen. Theoretisch lassen sich durch den geringeren Luftwiderstand bei gleichem Gewicht auch grössere Wurfweiten erzielen, wobei dieser Unterschied in der Praxis kaum messbar ist.</p><p>Besonders relevant für den Einsatz am Grund ist die <strong>deutlich höhere Härte von Tungsten gegenüber Blei</strong>. In Kombination mit der hohen Dichte verbessert sie die Rückmeldung vom Gewässergrund erheblich. Jede Veränderung der Bodenbeschaffenheit - ob Kies, Sand, Schlamm oder Steinplatten - ist spürbar, was die Köderkontrolle massgeblich verbessert. Für das gezielte Befischen strukturreicher Unterwasserlandschaften ist das ein klarer Vorteil.</p><p>Hinzu kommt: Tungsten läuft nicht an, wird nicht schmierig und hinterlässt keine Rückstände in der Tacklebox. Ihre Ausrüstung bleibt sauber, und im Gegensatz zum Umgang mit alten Bleigewichten oder angerosteten Jigköpfen müssen Sie sich beim Hantieren mit Tungsten-Gewichten keine Gedanken um Ihre Gesundheit machen.</p><h2>Ungiftig und gewässerschonend</h2><p>Der vielleicht entscheidendste Vorteil von Tungsten ist seine <strong>Unbedenklichkeit für Mensch und Umwelt</strong>. Im Wasser verhält sich Tungsten nahezu inert - es geht keine Reaktionen mit der Umgebung ein und ist für Wasserorganismen wie auch für den Menschen unschädlich. Wer langfristig in intakten Gewässern fischen möchte, trifft mit Tungsten-Gewichten die richtige Wahl.</p><h2>Nachteile von Tungsten-Gewichten</h2><p>Ein Nachteil soll hier aber nicht verschwiegen werden: Tungsten ist deutlich schwieriger zu verarbeiten als Blei, was sich im <strong>höheren Preis des Endprodukts</strong> niederschlägt. Wer regelmässig in stark verhängtem Gelände oder an bekannten Köderfriedhöfen fischt, sollte den Einsatz entsprechend kalkulieren. Für solche Situationen gibt es auch günstigere bleifreie Alternativen auf Basis von <strong>Messing oder Stahl</strong>.</p><p>Wer jedoch Wert auf präzise Bodenkontrolle, saubere Ausrüstung und einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Gewässern legt, wird den Mehraufwand schnell als lohnende Investition betrachten - nicht zuletzt als Anreiz, die eigene Technik und Köderkontrolle weiter zu verfeinern.</p><h2>Anwendungshinweis</h2><p>Tungsten-Gewichte eignen sich besonders für Techniken, bei denen ein <strong>direktes Bodenkontakt-Feeling</strong> entscheidend ist: Texas-Rig, Carolina-Rig, Drop-Shot sowie das klassische Jiggen auf Egli und Hecht in strukturreichen Gewässern. Wählen Sie das Gewicht so leicht wie möglich, um eine natürliche Köderführung zu gewährleisten - die höhere Dichte von Tungsten erlaubt es Ihnen, bei gleicher Sinktiefe mit leichteren Gewichten zu arbeiten als mit Blei. Achten Sie bei der Montage darauf, dass das Gewicht eng am Vorfach sitzt, damit die Rückmeldung vom Grund optimal übertragen wird.</p>


















































