<h2>Kaufberatung: Creature Baits</h2><p>Die ersten Creature Baits kamen bereits in den 70er Jahren in den USA auf den Markt. Heute treiben sie vor allem in den Tackleboxen von Finesse-Anglern ihr Unwesen und sind aus der modernen Angelei auf Egli, Zander & Co nicht mehr wegzudenken. Gerade in stark befischten Gewässern fangen die Creatures oftmals deutlich besser als klassische Gummiköder.</p><h2>Grundlagen und Aufbau</h2><p>Auf den ersten Blick mögen sie etwas abschreckend wirken: Diese Softbaits mit überlangen Scheren, Tentakeln, Fühlern und Beinchen sind nur teilweise oder mit viel Fantasie als Raubfisch-Beute zu erkennen. Die Fische sehen das zum Glück anders. Im Laufe der Zeit entstanden aus dem Ursprungs-Creature, einem Wurm mit langen Gummiarmen, unterschiedlichste Kreaturen. Oftmals werden auch klassische Krebs-Imitate zu den Creatures gezählt, diese führen wir jedoch in einer eigenen Kategorie unter Gummikrebse. Die Gruppe der Creature Baits lässt sich nicht ganz einfach definieren, letztlich lassen sich darunter alle Softbaits zusammenfassen, die sich von klassischen Shads und Co abheben. Wir versuchen uns hier an einer Übersicht:</p><h3>Craws</h3><ul><li>Krebsformen und ihre Abwandlungen zählen zu den Klassikern unter den Creatures. Sie sind vor allem an ihren scherenähnlichen <strong>Gliedmassen</strong> zu erkennen,</li><li>die oftmals übergross ausfallen. Führen Sie einen Craw dicht über dem Gewässergrund und verleihen diesem Köder durch kurze, harte Schläge mit der Rutenspitze Leben,</li><li>täuschen Sie damit einen flüchtenden Krebs vor, dessen Extremitäten wie wild um sich schlagen.<br><img src="https://cdn.shopify.com/s/files/1/0548/9197/0669/files/finesse-filet-craw-motoroil-blue.jpg" alt="Craw Angelköder" width="204" height="204"></li></ul><h3>Hogs:</h3><ul><li>Der Name bedeutet übersetzt so viel wie "Schwein". Hogs weisen unter den Creatures neben Scherenimitaten oder anderen eher fülligeren Gliedmassen auch <strong>twisterähnliche Anhänge</strong> auf. Dadurch verfügen diese Baits über eine extrem starke Eigenaktion, selbst nach der Absinkphase. Da die Gummiglieder auch am Grund noch eine Weile weiterspielen, kommen die Bisse oft erst dann, wenn Sie den Köder gerade wieder anheben wollen.</li></ul><p><img src="https://cdn.shopify.com/s/files/1/0548/9197/0669/files/reins-hog-scuppernong8AjQ4qH9XV40v.jpg" alt="Hog Angelköder" width="207" height="207"></p><h3>Beavers</h3><p>Hierbei handelt es sich um vergleichsweise einfach gehaltene Baits mit wenig Eigenaktion, welche sich immer dann eignen, wenn die Fische im flachen Kraut oder anderen hängerträchtigen Bereichen lauern. Durch das <strong>schlanke Profil</strong> lassen sie sich sehr krautfrei führen. Einige von ihnen erinnern stark an Libellenlarven oder ähnliche Insekten, sodass sie im Frühjahr und Sommer zu echten Waffen werden!</p><p><img src="https://cdn.shopify.com/s/files/1/0548/9197/0669/files/Illex-May-Fly-2-6-Green-PumpkinfoOOIjBjKHXdE.jpg" alt="Beaver Köder" width="186" height="186"></p><h3>Fantasy Creature:</h3><ul><li>Zu guter Letzt gibt es noch jene Creature Baits, welche selbst für diese Köderklasse abgefahren wirken und sich weder Insekten, Krebsen noch anderen Wasserlebewesen zuordnen lassen. Oft ähneln sie den Hogs, viele von ihnen weisen jedoch ein grazileres Profil auf.</li></ul><p><img src="https://cdn.shopify.com/s/files/1/0548/9197/0669/files/Nories-Hulabug-4-5-Chartreuse-Gold-Green-Flake.gif" alt="Fantasie-Köder" width="280" height="278"></p><h2>Rigs und Köderführung</h2><p>Grundsätzlich sind alle Creature Baits für das Angeln mit <strong>Finesse-Rigs</strong> ausgelegt. Dazu zählen neben dem Dropshot-Rig natürlich auch das Carolina- und Texas-Rig. Craws und Hogs lassen sich zudem hervorragend am <strong>Jigkopf</strong> führen, besonders geeignet sind dazu skirted Jigs. Wenn Sie mit Creatures den Grund abklopfen, sollten Sie versuchen, dem Köder mit Ihrer Rute ganz kurze Sprünge zu verpassen. Das gelingt, bei entsprechend hoher Übersetzung, auch mit der Rolle. Nach diesen Sprüngen können Sie den Köder ruhig kurz liegen lassen, bei kälterem Wasser sogar für eine Sekunde. Fischen Sie dabei auf jeden Fall extrem konzentriert, denn die Creatures werden meist sehr hart attackiert, was einem schon mal die Rute aus der Hand rutschen lassen kann, wenn ein guter Bass, Egli oder Zander mit vollem Speed auf Ihren Bait knallt.</p><p>Am Dropshot können Sie das Ganze etwas ruhiger angehen, hier bieten sich vor allem Insektenimitate oder Creatures mit längeren Gliedmassen an, die mittels <em>Nosehook</em> angeködert werden sollten. Damit Ihre Köder nicht verloren gehen, auch wenn die Fische vorsichtig beissen, empfehlen wir die Verwendung von Final Keepern.</p><h3>Anwendungshinweis</h3><p>Prüfen Sie vor dem Einsatz stets, welche <strong>Hakengrösse</strong> und welches <strong>Bleigewicht</strong> zur jeweiligen Ködergrösse und Wassertiefe passen. So stellen Sie sicher, dass Ihr Creature Bait sein volles Aktionsspiel entfalten kann und der Anhieb sauber durchkommt.</p>