Angeln und filmen
Schon bei der Begrüssung war klar: Mit Victor und Konrad hatte ich zwei echte Frohnaturen an Bord. Die Stimmung stimmte vom ersten Moment an, und kurz darauf lagen wir bereits auf dem Wasser. Die Vortage waren ehrlich gesagt etwas zäh gewesen, weshalb ich keine grossen Erwartungen hegte — eine Schneidersendung wollte jedoch niemand produzieren. Wir legten also von Anfang an alles rein! Während wir unsere Köder über den Spot führten, nahm Victor das Interview-Mikrofon in die Hand, und ich kann Ihnen sagen: Das Lachen hörte kaum auf. Trotz der sichtlich professionellen Arbeitsweise der beiden wirkte kein einziger Moment wie Pflicht oder Routine. Dass die Ruten bis dahin noch kein einziges Mal richtig gebogen hatten, fiel dabei kaum ins Gewicht.
Der Tag selbst war ein Geschenk: strahlender Herbstsonnenschein, eine schöne Kulisse und immer wieder Bewegung entlang der Uferkante. Ständig schnellten kleine Beutefische aus dem Wasser, gelegentlich klatschte ein Räuber an die Oberfläche. Warum aber mochte sich keiner unserer Köder als interessant erweisen? Wir angelten geduldig weiter und unterhielten uns prächtig. Victor liess mich an seinen Erfahrungen als YouTuber teilhaben und gab dabei manch nützlichen Einblick in die Arbeit hinter der Kamera.
Flaute: Heute ohne Fische?
Nach vier Stunden mit nicht mehr als zwei zaghaften Bissen rückte ein zweiter Drehtag ernsthaft in die Überlegung. Denn bei aller Kreativität und allem Humor gilt: Eine Angelsendung ohne Fisch bleibt leider unvollständig. Das Schicksal meinte es dann aber doch noch gut mit uns: Rund eine halbe Stunde vor Einbruch der Dunkelheit gelang mir endlich das erste erfolgreiche Manöver — ein kleiner Hecht hatte sich überlisten lassen. Offenbar war damit die Beissphase eingeleitet, denn unmittelbar danach folgten noch einige weitere kleine Hechte sowie ein paar Egli. So rundeten wir einen ohnehin gelungenen Tag auf die bestmögliche Weise ab und verliessen den Spot im Dunkeln mit einem zufriedenen Lächeln.
Ich bin fest überzeugt, dass dies nicht das letzte gemeinsame Projekt gewesen ist. Es macht schlicht Freude, mit so entspannten und authentischen Menschen zusammenzuarbeiten — das Wort „Arbeit" passt dabei eigentlich gar nicht.
Ein sehenswertes Video ist dabei herausgekommen — was meinen Sie?































