Forellenangeln im Forellenteich: Mit Spoons auf Forelle - HechtundBarsch.de

Forellenangeln am Forellenteich: Mit Spoons zum Erfolg

Wer sich für das Angeln an Forellenteichen interessiert, ist hier genau richtig. Wir beleuchten die wichtigsten Grundlagen, erklären, worauf es bei der Ausrüstung und Technik ankommt, und geben Ihnen wertvolle Hinweise, die Ihnen beim nächsten Besuch an einer solchen Anlage direkt weiterhelfen. Obwohl die Forelle namensgebend für diese Höfe ist, warten dort durchaus auch andere spannende Fischarten auf Sie. Der Fokus dieses Artikels liegt klar auf der UL-Angelei mit Spoons.

Was sind Forellenteiche?

Für Angler lassen sich Forellenteiche am treffendsten als künstlich gestaltete Gewässer beschreiben, an denen unter festgelegten Bedingungen und Regeln auf die geschätzten Salmoniden gefischt werden darf. Dabei unterscheiden sich solche Anlagen sowohl in ihrer Optik als auch in den angebotenen Gewässerformen teils erheblich voneinander. Manche Betreiber setzen auf naturbelassene Weiher, die ihre ursprüngliche Form, ihren Pflanzenbewuchs und ihre natürlichen Eigenschaften vollständig behalten haben. Daneben existieren eigens für die Aquakultur angelegte Becken und Gehege. Grundsätzlich ist ein solcher Forellenhof aber weit mehr als nur eine Angelanlage.

Wozu dienen Forellenanlagen?

In ihrer ursprünglichen Funktion sind diese Anlagen als Aquakultur zu verstehen. Im Mittelpunkt steht die kontrollierte Aufzucht von Fischarten, die weltweit nicht nur Forellen, sondern auch zahlreiche andere Arten umfasst - darunter Atlantischer Lachs, Karpfen, Zander oder Wolfsbarsch, um nur einige zu nennen. Solche Aquakulturen gliedern sich grundsätzlich in drei Bereiche:

  1. Garnelen-, Muschel- und Fischzucht als Produktion für die Nahrungsmittelindustrie.

  2. Makro- und Mikroalgenzucht für pharmazeutische und lebensmitteltechnische Anwendungen sowie als Futtermittel.

  3. Setzlingszucht zur Arterhaltung oder für den Besatz von Angelgewässern.

In speziellen Aufzuchtbecken werden die Fische gezüchtet und herangezogen, bevor sie in die eigentlichen Teiche überführt werden.

Für Angler erfüllen diese Forellenteiche ausserdem eine wichtige Funktion als Ausweichgewässer, die dazu beitragen, den Bestand in natürlichen Gewässern zu schonen. Angesichts des wachsenden Angeldrucks an vielen Naturgewässern stellt eine Forellenanlage eine sinnvolle Alternative dar.

Warum auf einem Forellenhof angeln?

Der Forellenhof entlastet nicht nur bestehende Angelgewässer, er bietet auch eine ganze Reihe handfester Vorteile - für Angler wie für den Fisch gleichermassen.

An naturbelassenen Forellenseen sorgt schon die Atmosphäre für Entspannung. Das Wissen, dass Fisch definitiv im Wasser ist, lässt einen deutlich ruhiger an die Sache herangehen.

Vorteile vom Forellenteich

Angeln für Kinder und Jungangler

Angeln ohne Angelschein - das eröffnet besonders Kindern, Junganglern und Einsteigern die Chance, praktische Erfahrungen mit Gerät und Gewässer zu sammeln und den Umgang mit Natur und Fisch zu erlernen.

Hier lässt sich in aller Ruhe mit Ködern und Gerät experimentieren, verschiedene Methoden erproben und vom erfahreneren Angelpartner lernen. Für Kinder ist das eine optimale Vorbereitung auf künftige Angelabenteuer.

Wo sonst können Köderführung, Drill, schonende Landung und die richtige Versorgung des Fangs so intensiv geübt werden wie an einem Forellenteich? Es empfiehlt sich natürlich, eine erfahrene Person mitzunehmen, die grundlegende Techniken vermitteln und hilfreiche Hinweise geben kann. Das Wissen von Mama, Papa, Oma oder Opa ist für die Jüngsten schlicht Gold wert - jede Anleitung wird mit grosser Begeisterung aufgesogen.

WICHTIG:
An den meisten Forellenanlagen ist das Angeln ohne Angelschein gestattet, jedoch verlangen manche Betreiber eine Begleitperson mit gültigem Fischereischein. Informieren Sie sich daher vorab über die geltenden Regeln der jeweiligen Anlage.

Garantierte Bestände

Garantierte Bestände bedeuten allerdings noch lange keinen automatischen Fang. Auch wenn die Anlage stets ausreichend Fisch führt, muss dieser erst überlistet werden. Der entscheidende Vorteil bleibt: Sie wissen mit Sicherheit, dass Fisch vorhanden ist.

Der Fischbesatz richtet sich in der Regel nach der Anzahl der Angler am Teich. Über mangelnden Fischbestand müssen Sie sich keine Gedanken machen - viel spannender ist die Frage, mit welcher Methode Sie den Fisch am effektivsten ans Band bringen.

Ganzjährig am Forellenhof fischen

Ein weiterer klarer Vorteil dieser Anlagen ist, dass Sie dort das gesamte Jahr über angeln können - ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Schonzeiten gibt es hier nicht. Gerade im Winter oder während der jeweiligen Schonzeiten nutzen viele Angler diese Gelegenheit gezielt, um weiterhin Fisch zu fangen.

INFO:
Da Forellenanlagen grösstenteils privat betrieben werden, gibt es häufig Öffnungszeiten oder saisonale Betriebspausen. Ein kurzer Blick auf die Website der jeweiligen Anlage bewahrt Sie davor, vor verschlossenen Toren zu stehen.

Fischarten auf den Forellenhöfen

Kaum eine Anlage beschränkt sich ausschliesslich auf Forellen. Wer neben der Jagd auf die Salmoniden auch anderen Räubern nachstellen möchte, hat gute Chancen auf Hecht, Wels, Karpfen oder neben Regenbogenforellen auch auf die stattlicheren Lachsforellen. So können Sie verschiedene Techniken, Köder und Methoden an einer grossen Bandbreite von Fischarten erproben - ein Vorteil, der besonders Kindern, Junganglern und Einsteigern zugutekommt.

Put & Take Prinzip

Auf Forellenhöfen gilt grundsätzlich das Prinzip Put & Take: Jeder gefangene Fisch muss entnommen, versorgt und weidgerecht getötet werden. Ein Zurücksetzen der Fische ist nicht vorgesehen. Viele Betreiber bieten an, den Fisch direkt vor Ort auszunehmen, was Ihnen diesen Schritt zu Hause erspart - sofern Sie diesen Service in Anspruch nehmen möchten. Selbstverständlich kann der Fisch auch ungezählt mit nach Hause genommen werden, zumal nicht jede Anlage diesen Service anbietet. In jedem Fall erwartet Sie eine frische und schmackhafte Mahlzeit.

INFO:
Viele Betreiber solcher Anlagen verfügen über ein hauseigenes Restaurant, in dem der frisch gefangene Fisch in verschiedenen Zubereitungsarten serviert wird. Eine Auslage mit Filetstücken und geräuchertem Fisch ist vor Ort ebenfalls keine Seltenheit.

Gibt es auch Nachteile?

Diese Frage lässt sich am treffendsten mit: „Kommt darauf an" beantworten.

Kosten am Forellenteich

Für das Angeln an Forellenteichen wird selbstverständlich eine Gebühr erhoben, deren Höhe je nach Anlage variiert. Hinzu kommt die Abrechnung der gefangenen Fische - auch hier wird unterschiedlich verfahren. Manche Teiche arbeiten mit einem festen Kilogrammpreis, andere nutzen gestaffelte Preismodelle. Wer kein eigenes Gerät mitbringt und sich vor Ort ausrüsten möchte, sollte eine entsprechende Leihgebühr einkalkulieren. Teilweise wird auch lediglich eine Kaution hinterlegt, die am Ende des Angeltages zurückerstattet wird.

Mögliche Kosten in der Übersicht

  • Gebühr / Eintritt / Preis pro genutzter Rute
  • Preis pro Kilogramm gefangenen Fisch (kann variieren und Staffelpreise beinhalten)
  • Gebühr für Leihgerät
  • Naturköder
  • Kunstköder
  • Tackle-Zubehör
  • Restaurant / Räucherei
  • Ausnehmen der gefangenen Fische
  • Filetieren der gefangenen Fische

Köderbindung: Vorschriften zum Forellenangeln

Die Regeln unterscheiden sich von Anlage zu Anlage erheblich. Es ist daher besonders wichtig, sich vorab zu informieren, was am jeweiligen Forellenteich erlaubt ist. Einzelne Betreiber schreiben bestimmte Köder vor, untersagen den Einsatz von Kunstködern oder haben spezifische Zusatzregeln eingeführt - etwa das Abklemmen des Widerhakens oder der Verzicht auf Drillinge.

Informieren Sie sich grundsätzlich, wie an jedem anderen Gewässer auch, sorgfältig über die geltenden Regeln und Vorschriften der jeweiligen Forellenanlage.

Angeldruck

Besonders in Schonzeiten, im Winter oder an sonnigen Wochenenden können kleinere Anlagen schnell überfüllt sein. Schulter an Schulter mit anderen Anglern zu stehen ist dann keine Seltenheit. Vor allem wenn Fische gut sichtbar sind, landen zahlreiche Köder gleichzeitig an derselben Stelle - Schnurverwirbelungen und gegenseitige Behinderung sind die Folge.

Tapferes Schneiderlein

Auch wenn Fisch garantiert im Teich vorhanden ist, schliesst das einen Null-Fang-Tag nicht aus. Das kann frustrierend sein - besonders dann, wenn neben dem Angelaufwand noch zusätzliche Kosten für Tageskarte oder Ausrüstung angefallen sind.

Kein Catch & Release

Das Put & Take Prinzip ist grundsätzlich eine faire Lösung für alle Beteiligten. Dennoch kann das Verbot von Catch & Release bisweilen problematisch werden. Wer innerhalb von 30 Minuten 15 oder mehr Fische landet - was tatsächlich vorkommen soll - und gar nicht so viel benötigt, der sieht sich schnell vor einem abrupt endenden oder finanziell sehr kostspielig werdenden Angeltag.

Forellenangeln: Spektakuläre Herausforderung

Die Forelle ist ein echter Sportfisch, der im Drill beachtliche Kräfte entwickelt. Kopfschläge und die teils spektakulären Sprünge der Forelle stellen eine echte Herausforderung im Drill dar. Hinzu kommt, dass selbst ein ausreichend besetzter Teich keine Garantie für Bisse liefert - den Fisch muss man erst finden und zum Anbeissen überreden. Dabei spielen Köderwahl und Technik ebenso eine massgebliche Rolle wie Beobachtung und Anpassungsfähigkeit. Obwohl Forellen mitunter durch Reaktionsbisse gefangen werden, sind sie dennoch durchaus wählerische Zeitgenossen. In Forellenteichen kommt es häufig vor, dass ein Fisch dem Köder über eine beträchtliche Strecke folgt und ihn aufmerksam inspiziert, bevor er sich zum Angriff entschliesst.

Ungeachtet seiner Stärke und Cleverness ist die Forelle ein ausgesprochen sensibler Fisch, der besonders schonend behandelt werden muss. Ihre Schleimhaut, die als natürlicher Schutzfilm fungiert, ist dünner als bei vielen anderen Fischarten und damit verletzungsanfälliger.

WICHTIG:
Wenn Sie an Naturgewässern auf Forelle angeln, achten Sie stets auf nasse Hände und einen benetzten Kescher - am besten mit Gummibeschichtung - und sorgen Sie für einen zügigen Release.

Hat die Forelle Ihren Köder geschnappt, ist es ratsam, dem Fisch zunächst genug Spielraum zu lassen, damit er Schnur nehmen kann - solange er dabei nicht auf ein Hindernis zusteuert oder in die Schnur eines Mitanglers zu schwimmen droht. Bei einem besonders springfreudigen Exemplar empfiehlt es sich, die Rutenspitze Richtung Wasseroberfläche zu neigen, um dem Sprung der Forelle entgegenzuwirken. In der Luft kann sie sich nämlich geschickt aushebeln oder den Haken ausschütteln.

Forelle im Drill am Forellenteich

Typisch für die Forelle: die spektakulären Sprünge, in denen sie sich häufig noch vom Haken befreien kann.

Beim Keschern gilt die feste Regel: Der Fisch wird zum Kescher geführt, nicht der Kescher zum Fisch. Selbst wenn der Fang scheinbar in greifbarer Nähe ist, sammelt die Forelle beim Anblick des herannahenden Keschers oft nochmals ihre Kräfte und schlitzt aus oder reisst das Vorfach ab. Dieses Risiko steigt erheblich, wenn zu viel Schnur eingeholt wurde und der Fisch auf Spannung gehalten wird. Die Forelle sollte etwas mehr Schnur zur Verfügung haben, als die Rute lang ist. Das ermöglicht ein deutlich besseres Abfedern der letzten Drillphasen und reduziert die Gefahr von Ausschlitzern und Abreissern.

Welches Gerät fürs Forellenangeln am Forellenteich?

In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf das Angeln mit Spoons an leichtem UL-Gerät. Das UL-Angeln (Ultra Light Angeln) hat in den vergangenen Jahren stark an Beliebtheit gewonnen und ist heute an zahlreichen Forellenanlagen kaum mehr wegzudenken - die kleinen Forellenblinker, im Fachjargon auch Spoons oder Japanblinker genannt, haben sich fest etabliert. Das passende Gerät dazu umfasst in unserem Fall UL-Ruten mit einer Länge von rund 1,80 m bis 2,10 m. Ihre geringe Eigenmasse und ihre charakteristische Aktion machen das Angeln auf Salmoniden zu einem echten Erlebnis.

Ruten für das UL-Angeln auf Forelle

Eine Länge zwischen 1,80 m und 2,10 m hat sich für diese Angelart bewährt. Das Wurfgewicht sollte zwischen 0,5 g und 8 g liegen. Von zu weichen Ruten ist jedoch abzuraten. Der Blank sollte schnell ansprechen und eine sensible Spitze aufweisen. Gleichzeitig muss die Rute im Drill genug Rückgrat mitbringen, denn Forellen sind kraftvolle Kämpfer. Wie immer gilt: Angeln Sie mit dem Gerät, mit dem Sie die besten Erfahrungen gemacht haben - diese Angaben sind Richtwerte.

UL-Rute zum Angeln am Forellenteich

Die Favorite Blue Bird zum Beispiel ist eine ideale Rute für die UL-Angelei auf Forelle. Es gibt sie in verschiedenen Längen mit unterschiedlichen Wurfgewichten.

Wie lassen sich mit einer solchen Rute und so leichten Ködern überhaupt vernünftige Wurfweiten erzielen? Das Geheimnis liegt in der Rutenaktion. UL-Ruten laden sich während des Wurfs progressiv auf und entfalten so überraschend hohe Wurfweiten - gerade mit kleinen, leichten Ködern funktioniert das hervorragend.

Passende Rolle zum Forellenangeln

Die Rolle sollte zum leichten Gerät passen - eine schwere Rolle an einer UL-Rute ergibt wenig Sinn. Das gängigste Modell ist in diesem Zusammenhang die 1000er Stationärrolle. Inzwischen sind auch 500er und 750er Modelle für die ultrafeine Angelei erhältlich. Achten Sie darauf, dass Rute und Rolle optimal aufeinander abgestimmt und ideal ausbalanciert sind.

Shimano Catana zum Forellenangeln

Neben den 1000er Modellen gibt es mittlerweile noch kleinere und leichtere Rollen, eigens für die UL-Angelei. Die Shimano Catana 1000 ist die optimale Rolle für leichtes Spinnfischen.

Ein sauber arbeitender Rollenfreilauf ist im Forellenangler-Drill keine Nebensache. Bei minderwertigen Rollen kann es vorkommen, dass die Spule beim Schnurnehmen des Fisches kurz hakt und stoppt - selbst bei leichtläufig eingestellter Bremse. Das führt zu einem unrunden Drill und erhöht die Abreissgefahr erheblich. Investieren Sie daher lieber in eine qualitativ hochwertige Rolle.

Beste Schnur zum Forellenangeln

Geflochtene Schnur ist beim Forellenangeln zwar einsetzbar, weist aber im Vergleich zur monofilen Schnur mehr Nachteile auf. Unsere Empfehlung lautet daher: Greifen Sie beim Forellenangeln grundsätzlich zur monofilen Schnur. Mono bietet im Gegensatz zur Geflochtenen eine natürliche Dehnung, die Ihnen im Drill erheblich zugutekommt. Die Forelle ist ein Kämpfer, der mit Kopfschlägen und Sprüngen versucht, sich vom Haken zu befreien. Monofile Schnur federt diese Stösse durch ihre Materialeigenschaften ab und verschafft Ihnen einen klaren Vorteil. Der Schnurdurchmesser sollte zwischen 0,16 mm und 0,20 mm liegen, die Tragkraft bei etwa drei bis vier Kilogramm.

INFO:
Da Schnurdurchmesser sowohl bei geflochtener als auch bei monofiler Schnur je nach Hersteller unterschiedlich gemessen werden, empfiehlt es sich, beim Kauf vorrangig auf die angegebene Tragkraft zu achten.

Wer dennoch auf Geflochtenes setzt, sollte eine ähnliche Tragkraft wählen - bis etwa 5 kg. Der Schnurdurchmesser liegt hier bei rund 0,06 mm bis 0,08 mm. Unverzichtbar ist dabei ein verhältnismässig langes Vorfach aus abriebfestem Fluorocarbon mit einer Stärke von 0,16 mm bis 0,20 mm und einer Länge von bis zu 1,20 m. Das minimiert die Scheuchwirkung und bringt zumindest im Vorfachbereich eine gewisse Dehnung ins System.

Entscheiden Sie sich für geflochtene Schnur mit Fluorocarbon-Vorfach, profitieren Sie von einer vielseitig einsetzbaren Rollenbespulung. Achten Sie dabei lediglich auf die korrekte Tragkraft für den Forellenteich.

Spoons als perfekter Köder am Forellenteich

Die Auswahl an Ködern für die Forelle ist gross: Von Naturködern wie Maden, Bienenmaden und Würmern bis hin zu Kunstködern wie Wobblern, Spinnern, Twistern, Powerb­aits und natürlich unseren Spoons. Wir richten unser Augenmerk auf Letztere und möchten Ihnen die beliebten Japanblinker etwas näherbringen.

GT Spoons Kollektion

In diesem Beispiel sehen wir eine Reihe unterschiedlicher Formen und Dekore der Spoons aus dem Hause GTT.

Was sind Spoons?

Der Begriff Spoon ist nichts anderes als die englische Bezeichnung für den hierzulande bekannten Forellenblinker. Seinen Namen verdankt er seiner charakteristischen, löffelartigen Form. Mittlerweile sind Spoons in einer beeindruckenden Vielfalt an Dekoren und Formen erhältlich. Im Kern handelt es sich um einen konkaven Blechköder mit einem einschenkligen Haken am Ende.

WICHTIG:
Bitte klären Sie vorab, ob an Ihrem Forellenteich der Einsatz von Kunstködern gestattet ist und ob besondere Regelungen gelten - zum Beispiel das Abklemmen des Widerhakens.

Das Faszinierende an Spoons ist ihr weitgehend unberechenbar taumelnder Lauf, der Forellen offenbar unwiderstehlich anzieht. Gleichzeitig reflektieren diese Forellenblinker das einfallende Licht und blitzen verführerisch auf - daher auch der treffende Name „Blinker". Bei beidseitig lackierten Modellen erzeugt der stetig wechselnde Farbkontrast eine besonders reizvolle Präsentation. Spoons wurden eigens für das Spinnfischen auf Forelle entwickelt und fallen deshalb deutlich kleiner aus als etwa Hechtblinker. Vereinzelt sind auch Drillinge an Spoons anzutreffen, in der UL-Angelei am Forellenteich ist jedoch der Einzelhaken Standard. Da Forellen empfindliche Fische sind, geht man hier grundsätzlich schonend vor. Auch wenn das Angeln mit Widerhaken vielerorts erlaubt ist, verzichten wir prinzipiell darauf und klemmen ihn ab. Die eigentliche Kunst liegt im spannenden Drill.

Spoons und ihre Formen

Auch bei Forellenblinkern unterscheiden wir zwischen Flach- und Tiefläufern, also leichten und schwereren Modellen. Da wir uns im UL-Bereich bewegen, sprechen wir in unserem Fall von Ködergewichten zwischen 0,5 g und maximal 3,5 g. Das Gewicht eines Spoons wird dabei weniger durch seine Grösse als durch die Lackierung beeinflusst - konkret durch die Dicke der aufgetragenen Lackschicht. Natürlich variieren die Köder auch in ihrer Grösse und damit im Gewicht. Entscheidend ist aber vor allem die Differenzierung verschiedener Gewichtsklassen innerhalb einer Form.

Schlanke und längliche Form

Diese Forellenblinker eignen sich besonders für ein schnelleres Einleiern und werden häufig in strömungsreichen Gewässern eingesetzt, da sie sich flott durch die Strömung führen lassen. Beim Twitchen bricht der Spoon unkontrolliert zur Seite aus und erzeugt so zusätzliche Reize für die Forelle.

Tropfenförmige & bauchige Spoons

Diesen Spoons wird ein stark taumelndes Laufverhalten zugesprochen, bei dem sie gleichzeitig deutlichen Wasserdruck erzeugen. Ideal für die mittlere Gewässersäule. Diese Form - in leicht abgewandelten Varianten - ist die weitverbreitetste und lässt sich für nahezu jeden Gewässerbereich einsetzen, je nach Ködergewicht. Besonders wirksam wird dieser Spoon mit kurzen Einholstopps gefischt. Je nachdem, ob die bauchige Seite Richtung Vorfach oder Richtung Haken zeigt, ergeben sich zwei völlig unterschiedliche Laufverhalten.

Rautenförmige Forellenblinker

Diese Form bewährt sich in starker Strömung, bei tieferem Fischen oder beim grundnahen Präsentieren des Köders. An natürlichen Gewässern abseits kommerzieller Anlagen eignen sie sich hervorragend für Gumpen. Als Mischform aus länglicher und bauchiger Gestalt ist dieser Spoon sehr vielseitig und für verschiedene Angelmethoden geeignet.

Klassischer Blinker

Die sogenannte Blattform gilt als klassische Urform des Forellenblinkers. Nicht nur bei Spoons, sondern auch bei grösseren Blinkern - etwa für Hecht - gilt diese Form als Ursprung aller weiteren Entwicklungen.

Japanblinker & Eigenschaften in der Übersicht

FORM EIGENSCHAFT METHODE BEISPIEL
Tropfen- und Birnenform Breiterer hinterer Teil. Dadurch hinten schwerer als vorne. Sinkt bei kurzen Spinn-Stops flatternd mit dem Hinterteil ab. Geeignet für Steady-Retrieve, Taumeltaktik und Jiggen. Space Spoon
Rautenform Mischform aus Blatt- und länglicher Form. Lässt sich je nach Ausprägung auf der jeweiligen Art der genannten Formen fischen. z.B. Twitchen, Spinn-Stopps, einfaches Einleiern Forellen Meister
Blattform Klassische Blinkerform. Sinkt durch hohen Wasserwiderstand langsam flatternd ab. Steady-Retrieve mit Spinn-Stopps, Taumeltaktik, Twitchen Turbo Spoony
Längliche Form Stromlinienförmig ist sie die schmalste Art der Spoons. Geringer Strömungswiderstand. Besonders gut für Gumpen geeignet. Steady-Retrieve, Twitchen Speed Trout

Forellenblinker: Wann fische ich welches Dekor?

Wie bei allen anderen Kunstködern gilt auch hier: Bleiben Sie Ihrem bewährten Lieblingsköder treu. Wer seinem Köder vertraut, wird damit auch Erfolge erzielen. Dennoch gibt es bei Spoons durchaus Dekore, die für bestimmte Gewässer- und Wetterverhältnisse besonders gut geeignet sind. Viele Angler wechseln ihre Spoons an einem Angeltag mehrfach.

In den frühen Morgenstunden und am Vormittag, bei aufgehender Sonne, sind kräftige Farben gefragt - helle Grün- und Blautöne haben sich hier bewährt. In der Mittagssonne dürfen es dann kontrastreiche oder stark reflektierende Farben sein, wie Gold oder Schwarz-Weiss-Muster. An bedeckten oder regnerischen Tagen kann auf ein knalliges Firetiger-Dekor gewechselt werden, alternativ funktionieren dunklere Töne wie Braun, Schwarz oder Olivgrün oft sehr gut.

INFO:
Mittlerweile sind zahlreiche Forellenblinker mit matter Lackierung erhältlich, etwa Matt-Schwarz, Matt-Grün oder Matt-Braun.

Im klaren Wasser empfehlen sich eher naturnahe Dekore, wie das klassische Forellen-Design. Eine verbindliche Regel gibt es nicht - fischen Sie das, womit Sie sich sicher fühlen und womit Sie persönlich die besten Resultate erzielt haben.

Anwendungshinweis

Bevor Sie das erste Mal an einem Forellenteich mit Spoons loslegen, lohnt sich ein kurzer Systemcheck. Kontrollieren Sie die Bremse Ihrer Rolle schon vor dem ersten Auswurf und stellen Sie sicher, dass das Vorfach sauber am Köder befestigt ist. Gerade bei sehr leichten Spoons im UL-Bereich kann ein schlecht gesicherter Knoten schnell zum Verlust von Köder und Fisch führen. Empfehlenswert ist ausserdem, mehrere Gewichtsklassen und Dekore griffbereit in der Tacklebox zu haben - so können Sie flexibel auf das Verhalten der Forellen reagieren, ohne wertvolle Zeit zu verlieren. Schon ein minimaler Farbwechsel oder ein Wechsel von einem 1,5-g- auf einen 2,5-g-Spoon kann an einem schwierigen Tag den entscheidenden Unterschied machen.

Weitere Köder am Forellensee

Neben Spoons gibt es eine Reihe weiterer Natur- und Kunstköder, mit denen sich Salmoniden effektiv bestechen lassen. Hier ein kompakter Überblick:

  1. Twister: Ein typischer Forellen-Softbait mit grosser Vielseitigkeit. Der Twister lässt sich mit nahezu jeder Spinnfischmethode präsentieren.
  2. Powerbait: Der bunte Forellenteig ist ein echter Klassiker, der seine Fängigkeit über Jahre hinweg unter Beweis gestellt hat und in keiner Tacklebox für den Forellensee fehlen sollte. Er lässt sich unterschiedlich formen und fischen, überzeugt mit vielfältigen Farbvarianten und verschiedenen Aromen. Knoblauch steht bei Forellen dabei besonders hoch im Kurs.
  3. Wobbler: Kleine Hardbaits sind eine willkommene Abwechslung, wenn andere Methoden keinen Erfolg bringen. Am Forellenteich sind sie eher die Ausnahme und nicht überall erlaubt. Wer jedoch an Naturgewässern auf Forelle fischt, ist mit Wobblern gut beraten - sie erzeugen starke Druckwellen unter Wasser und können echte Game-Changer sein.
  4. Naturköder: Ob Wurm oder Made - an den meisten Forellenanlagen sind Naturköder direkt vor Ort erhältlich. Ganz vorne steht die Bienenmade: ein absoluter Leckerbissen für die Forelle. Aber auch der klassische Regenwurm oder die gewöhnliche Hausmade haben ihre klare Daseinsberechtigung.
  5. Spinner: Ähnlich wie Spoons sind Spinner in unzähligen Dekoren erhältlich. Ein unkomplizierter Köder, der dank seiner rotierenden Blattschraube einfach eingerollt wird und eine hohe Lauffrequenz erzeugt.

Forellenangeln: Methoden & Technik

Den Fisch finden

Treffen Sie die richtige Tageszeit und günstige Wetterbedingungen zusammen, ist die Suche nach den Fischen häufig überflüssig - sie springen dann mitunter unübersehbar aus dem Wasser und jagen aktiv in Oberflächennähe. Dieses Szenario zieht naturgemäss viele Angler an dieselbe Stelle. Manchmal ist es lohnender, aktiv zu suchen. Ist der Angeldruck am Teich gering, sind solche sichtbaren Aktivitätsphasen selbstverständlich eine ideale Ausgangslage.

Dennoch gilt es manchmal, systematisch vorzugehen: den Uferbereich ablaufen und das Gewässer Sektor für Sektor abzufächern, bis der Schwarm gefunden ist. Besonders erfolgversprechende Bereiche sind Zuläufe, Pumpen, Überhänge oder dicht bewachsene Uferzonen. Im Winter kann die Forelle deutlich tiefer und grundnah stehen. An heissen Sommertagen suchen die Fische schattige und kühle Rückzugsorte auf - auch die Forelle passt ihr Verhalten den Bedingungen an.

Wo halten sich die Fische im Jahresverlauf bevorzugt auf? Die sprudelnden, sauerstoffreichen Zuläufe eines Forellenteichs sind grundsätzlich die erste Adresse. Im Jahresverlauf lässt sich die Aufenthaltszone der Forelle wie folgt zusammenfassen:

  • Im Winter ziehen sich Forellen in tiefere Wasserschichten zurück und halten sich grundnah auf. Eine langsame Köderpräsentation ist hier besonders empfehlenswert.
  • Im Frühjahr und Herbst sind die besten Zeiten für die Saison an Forellenseen. Die Fische verteilen sich über alle Wasserschichten, sind agil und die Bisse folgen oft in rascher Abfolge.
  • Im Sommer faulenzen die Fische häufig in der oberen Gewässerschicht, beissen zur Mittagszeit eher zurückhaltend und bevorzugen schattige Standorte unter Überständen.

Angelmethoden auf Forelle

Das Angeln mit Spoons ist kein Hexenwerk. Es gibt grundlegende Methoden, um den Fisch erfolgreich ans Band zu bringen. Die häufigste und gerade am Forellenteich bewährteste Variante besteht darin, die gewünschte Gewässerschicht anzufischen und den Spoon gleichmässig einzukurbeln. Besonders an Forellenanlagen kommt es immer wieder vor, dass ein Fisch dem Köder über eine grössere Distanz folgt und ihn inspiziert, bevor er beisst. Haben Sie Sichtkontakt zum Fisch, vermeiden Sie unbedingt einen Einholstopp - gerade bei sehr leichten Ködern. Ein bewegungsloser Spoon verliert schnell die Aufmerksamkeit des Räubers. Kurbeln Sie gleichmässig weiter, beisst die Forelle in aller Regel noch zu - häufig sogar direkt vor Ihren Füssen.

Eine weitere Methode nutzt den sogenannten Einholstopp, also das gezielte Absinken des Forellenblinkers. Ist die bauchige Seite des Spoons am Vorfachende, verläuft die Köderführung so:

Lassen Sie den Köder auf die gewünschte Wassertiefe absinken. Kurbeln Sie ihn dann ein und machen kurze Stopps, während derer der Blinker - aufgrund seiner Form - senkrecht und taumelnd Richtung Boden sinkt. Anschliessend kurbeln Sie wieder ein und wiederholen den Vorgang bis zum nächsten Auswurf.

Steady Retrieve

Steady-Retrieve mit Einholstopps ist eine häufig angewandte Methode am Forellenteich, neben dem gleichmässigen Einleiern.

Befindet sich die bauchige Seite dagegen am Haken und die schmalere Seite am Vorfach, verhält sich der Köder anders. Er sinkt beim Stop nicht senkrecht nach unten, sondern taumelt schräg nach hinten unten weg. Das Einrollen nach dem Stop führt den Köder dabei quasi auf der Stelle und bringt ihn nur in kleinen Schritten zurück Richtung Ufer.

Zusammenfassend stehen Ihnen zwei Grundvarianten zur Verfügung: das Fischen mit Einholstopps, bei dem der absinkende, taumelnde Spoon meist sehr verlockend wirkt, oder das gleichmässige Einleiern ohne besondere Köderführung. Natürlich lässt sich die Präsentation jederzeit variieren. Mit knackigen Rutenschlägen - dem sogenannten Twitchen - verleihen Sie dem Köder zusätzliche Impulse und provozieren spektakuläre Ausbrüche.

Richtige Bremseinstellung

Die Forelle ist kein Fisch, der mit hartem Anschlag und straffer Schnur gehakt werden will. Das genaue Gegenteil trifft zu. Wie bereits beschrieben, sollte die Schnur über genug Dehnung verfügen, um dem Fisch Spielraum zu lassen. Auch die Rollenbremse muss korrekt eingestellt sein. Sie sollte leichtläufig reagieren und bereitwillig Schnur abgeben, statt der Forelle sofort massiven Widerstand zu bieten. Schnappt sich die Forelle den Köder, soll sie zunächst einige Meter Schnur nehmen können, bevor sie voll in der Rute hängt. Ist die Bremse allerdings zu locker, besteht die Gefahr von Schnurverdrehungen. Ein wenig Ausprobieren ist hier durchaus sinnvoll - die richtige Bremseinstellung ist essenziell und schnell verinnerlicht.

Der richtige Anschlag

Da die Forelle ihre Beute zunächst leicht anstupst, bevor sie richtig zupackt, sollte der Anschlag beim ersten Köderkontakt keinesfalls sofort gesetzt werden. Das ist einfacher gesagt als getan - der Reflex, sofort anzuschlagen, ist stark. Diese ersten Anstupser führen allerdings meist dazu, dass der Anhieb ins Leere geht. Hatten Sie einen Kontakt, führen Sie den Köder ruhig weiter. Kurz darauf wird die Forelle richtig zubeissen und versuchen, mit dem Köder das Weite zu suchen. Erst wenn die Rute sich deutlich durchbiegt, schlagen Sie an - so haken Sie den Fisch sicher. Das erhöht die Erfolgsquote spürbar, erfordert aber etwas Übung und Geduld.

Angeln am Forellenteich: Video

Wie ein Ausflug an eine solche Anlage in der Praxis aussehen kann, zeigen Toni und Daniel im folgenden Video. Die beiden haben sich spontan zu einem Besuch an einer Forellenanlage entschieden und mit JigSpinner, Wobbler, Gummiköder und natürlich Spoons aus dem Forellenköder-Set auf Regenbogen- und Lachsforelle gefischt.

Na? Haben Sie Lust bekommen, Ihren Forellensee wieder einmal zu besuchen?

Viel Erfolg und stets tight lines!

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